Cycling toward the civil Society

Den Artikel Riding toward the civil Society – Bicycle in Nineteenth-Century Estonia von Mikko Kylliäinen fand ich bei der Spurensuche zu Estischen Radfahrervereinen ausgehend vom grandiosen Touren-Buch von Estland mit Fortführung der Touren bis in die Städte Nord-Livlands von 1897, in dem nicht nur damalige (Dorf-)Krüge und die Bierbars entlang der Wegstrecke, sondern auch der umfangreichste (mir bekannte) Anzeigenteil eines historischen Tourenbuchs für Radfahrer, zu finden sind. Riding toward the civil Society kann fast schon als Leitgedanke für das Baltikum, die Nachbarländer, Europa etc. dienen.

Meine Vision: Zum Frühstück servieren wir gemeinsam Europahonig.

Neuauflagenwunsch: „Rad-Rundfahrten in Deutschland“ mit Velohonig

Die „Geschichte der Waldimkerei in der Sächsisch-Bömischen Schweiz“ kommt hiermit auf die Liste der offenen Forschungsfragen. Zuweilen wird die Waldimkerei in touristischer Literatur beiläufig erwähnt, denn die Imkerei bzw. -zeidlerei scheint dort – z.B. im böhmischen Brtníky – eine wesentliche Nebenerwerbsquelle der Köhler- und Holzfällerfamilien gewesen zu sein. Im Rahmen der jeweiligen Ortsgeschichte bleiben es trotzdem Randbemerkungen.

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Quelle: „Rad-Rundfahrten in Deutschland | Sächsisch-Böhmische Schweiz“, S. 30, http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/101365/30/, SLUB Dresden

Für Rad-Rundfahrten in der Sächsisch-Böhmische Schweiz fand ich kürzlich in der SLUB diesen vierten digitalisierten Band der Reihe „Rad-Rundfahrten in Deutschland“ von 1899, der sich gut in die Sammlung historischer Tourenbücher einfügt, sich aber ausdrückllich mit dem Schwerpunkt auf Rundfahrten von eben diesen unterscheiden will (vgl. Vorwort). Der Band ist textlastiger als andere Touren- und Wanderbücher für Radfahrer damals und beinhaltet weniger Zahlenmaterial und Entfernungstabellen. Bemerkenswert sind auch die imposanten Landschaftsbilder und mehrere Karten im Inneren. Da in der Reihe „Rad-Rundfahrten in Deutschland“ Ausgaben auch für andere Regionen (digital auch für das Rhein-Mosel-Gebiet) erschienen sind, wäre deren weitere Digitalisierung durch andere Bibliotheken wünschenswert: Weiterlesen

Digitale Karten: Material für Radfahrer auf Suche nach Honig

Zu digitalisierten Touren- und Reisehandbüchern gehören auch eine große Zahl historischer Karten für Radfahrer für viele Regionen, von denen manche auch digitalisiert werden. Hier die bereits digitale Kartenauswahl aus dem Kartenforum der SLUB Dresden:

Historisch begründetes Fernweh? Ein Ziel, um selbst bei Imkern Velohonig zu besorgen und dabei ein Nachbarland zu entdecken, könnte die Gegend um Honig in Polen sein. Im SLUB-Kartenforum gibt es dieses alte Messtischblatt des Ortes Honig. Wie Honig (Chojnik, województwo wielkopolskie / Landkreis Ostrowo) zu seinem Namen kam und ob bzw. wie viele Imkereien es dort heute gibt, um beim nächsten Besuch auch örtlichen Velo- und Europahonig einzukaufen, bleibt herauszufinden!

Quelle: SLUB/ Deutsche Fotothek: http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71054924/

Quelle: SLUB/ Deutsche Fotothek, www.deutschefotothek.de/documents/obj/71054924/

Wer war Moritz Luftpuff? Und schrieb er nur ein Radlemecum?

Moritz Luftpuff war vielleicht ein Künstlername, den ein fahrradbegeisterter Autor um 1900 in Mittweida trug, denn auch der Buchtitel „Radlemecum“ klingt, wenn auch sehr treffend, für einen „Wegweiser für Radfahrer“ eher ungewöhnlich. Diese Reimsammlung wurde jüngst in der SLUB digitalisiert:

Hast Du ein Rad, um dann und wann
zu flieh’n durch Strass‘ und Thor, …

Außerdem – auch in anderern europäischen Bibliotheken – eine Reihe weiterer Touren- und Reisehandbücher für Radfahrer für Touren über die Grenzen Sachsens (sowieso!) und Deutschlands hinaus. Eine Übersicht dazu gibt es wieder im SLUBlog.

Wünsche für die Grundlagenforschung

Wer braucht schon digitalisierte Dorfbacköfen oder Wegweiser für Radfahrer? Ebendie!

Wer hier einen Wunsch erfüllen möchte, ist herzlich eingeladen:

Zum Dank gibt’s von mir ein Glas Velohonig und dann reden wir über velokulinarische Grundlagenforschung.

Včelí Vřesina (Bienenheide)

Včelí Vřesina (Bienenheide) werden nordböhmische Täler samt Wald südöstlich von Hinterhermsdorf laut einer dort aushängenden Wanderkarte genannt. Und auch ein altes Masstischblatt im Kartenforum der SLUB kennen die Gegend Ecke.

Meßtischblatt [105] : Am Raumberg (Berg in der Sächs. Schweiz), 1935, Deutsche Fotothek

Meßtischblatt [105] : Am Raumberg (Berg in der Sächs. Schweiz), 1935, Deutsche Fotothek

In der Stadtgeschichte des etwas nördlicher gelegenen Ortes Brtníky (früher: Zeidler) steht:

Unter Peter Berka wurde die Gemeinde 1116 schon schriftlich erwähnt. Es steht geschrieben, dass Peter Berka zwischen Plesný (Plissenberg) und Vlčí hora (Wolfsberg) eine große Imkerei/Zeidlerei gründete, die er Zeidelweide nannte.

und …

Im Jahre 1946 wurde der Ort in Brtníky umbenannt. Die neue Namesgebung führt zurück auf das Altböhmische Wort „brt“ für Bienenstock und nicht wie fälschlich behauptet wird, als die Tschechische Übersetzung des Wortes „Braunbären“.

Mehr über die Geschichte der Imkerei im Dorf steht vermutlich in: Koch, Alfred: Heimatbuch des Dorfes Zeidler. Hrsg. von Josef Kittel, Fürth: Selbstverlag 1965/1966, 240 Seiten, 2 Karten.

… neuen Honig gibt es in Hinterhermsdorf und in Brtníky wieder im Juni, sagen die heute bzw. gestern. Und dann offenbar auch in großen Gläsern.

Pomp and Circumstance

Galerie

Diese Galerie enthält 7 Fotos.

www.kleinegalerie.de 9. Ausstellung »Malende Musiker – Musizierende Maler« Martin Morgenstern: »PORTO« | Collagen, 17. April 2015 bis 20. Januar 2016 | Montag bis Freitag 9–15 Uhr Öffentliche Midissage: 27. September 2015, 17 Uhr | Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz, Schlossgasse … Weiterlesen