Ich kann nicht fliegen. Egal, wie viel Honig ich esse.

Hervorgehoben

Seit kurzem sammle ich Velohonig. Ein Naturprodukt, denn Echter Velohonig wird mit Muskelkraft bewegt. Die Blumen, die Bienen und die Imker erlediVelohoniggen ihren Teil. Und dann heißt es: Mit dem Rennrad aufs Land, Imker suchen, ein Glas Honig kaufen und so weiter.

Dieses Hobby hat ein paar Vorteile. Es schmeckt. Die Sorten- und Geschmacksvielfalt steigt mit der Zahl der besuchten Imker. Fast immer ergibt sich dort ein gutes Gespräch. Weiterlesen

Kulinarische Mobilität als Schulfach

Wir brauchen kein neues Schulfach Ernährung. Pädagogische Rezepte, die Mobilität und Genuss im Alltag geschickt verbinden, sind mir lieber.

Im Lehrplan dieses Schulfachs gäbe es dann auch – nur als Beispiel – ein paar Stunden zu Europahonig – mit Fremdsprachen, Politikunterricht samt Geschichte, Kochen, Reiseorganisation, Technikkunde, Verkehrserziehung und was man so gebrauchen kann, nebenan, fürs zivilisierte Überleben – mit Essstäbchen.

Antritt mit Velohonig

Unsere monatliche Fahrradsendung „Antritt“ gibt es hier in kompletter Länge zum Nachhören. Die Themen: Fahrradindustrie in Taiwan, Volksbegehren Fahrrad in Berlin, Gravel Bikes und Velohonig in Dresden.

Mit Honig ab Minute 40 sowie Bienen und Velofischbrötchen in der Abmoderation bei Minute 47:

Woher kommen K1 und K2 wirklich?

Wann tauchten K1, K2 und K3 (bis Kn) erstmals in jungen Familien auf – als geschätzte Familienmitglieder und als fast endemisches Kulturphänomen? Und wo wohnen sie?

Mit Bestimmtheit kann ich behaupten: K1 und K2 kommen meist mit eigenen sehr individuellen Namen auf die Welt, und in Vergessenheit gerieten sie vielleicht – wie anderes auch – aus Datenschutzgründen und in diesem Internet. Das kommt vor, ist aber sicher sicherer so. Sicher hat die umgangssprachliche Nummerierung der Blagen B1 und B2 auch mit Nächstenliebe zu tun. Und mit der Digitalisierung des Alltags.

Und es begab sich sich aber zu der Zeit der nächsten großen Volkszählung – weit nach 1984 -, dass O1 und O2 von E1 und E2 – nun schon mittelkleine Racker R1 und R2 -, voller Güte ausgelacht wurden für ihr kindliches Bemühen alles Wichtige auch wirklich richtig zu machen. Seit dem heißen K1 und K2 in irgendwie öffentlichen (digitalen?) Kommentaren so wie ein Berg, wie eine Kommune, ein Motorrad, noch ein Berg, ein Vitamin oder das universelle Kampfsport-Regelwerk. Auch LKA1 und BKA2 hatten an soviel Geheimskrämerei ihre wahre Freude: die Rechercheaufgaben wurden ob der anspruchsvollen Kodierung noch eine Spur spannender lustiger. Getreu dem Leitspruch: „Die Sicherheit unseres schönen Landes beruht auch auf einem umfassenden Verständnis von engagierter Anonymisierung Unbeteilgter“, oder so.

Nun die Forschungsfragen: Wann bekommen K1 und K2 in der Wikipedia eigene Stichworte und Artikel L1 und L2. Wann starten die DFG1 oder die DFG2 Sonderforschungsbereiche SFB1 und SFB2, um die kulturellen Grundlagen von K1 bis Kn besser zu verstehn? Naturwissenschaftlich ist die Entstehung von K1 bis Kn weitgehend erklärt, vermute ich. Auch die Rechts-, Erziehungs- und Verwaltungswissenschaften oder Statistiker kennen K1 und K2, recht akademisch zwar, aber schon eine Weile.

Wer K1 und K2 für Sammelbegriffe hält (Krause et.al), nenne sie beide in diesem Internet vielleicht Himmpelchen und Pimmpelchen H1 und P2, um dabei trotzdem die Reihenfolge der Geburt zu kennzeichnen. H1 und P2 haben Geschichte, erinnern vielleicht an die eigene Kindheit im verngangenen Jahrtausend und sichern K1 und K2 heute auch irgendeine Anonymität. Um rassistische Reden zu vermeintliche Reproduktionsstrategien in Thüringen T1, T2 bis Tn, um r-Typen, K-Typen und H-Typen soll es hier ausdrücklich nicht gehen.

Woher kommen wir, wohin fahren wir und …

… was trinken wir dazu? Darum soll es hier aber heute noch nicht gehen. Met ist nur eine der möglichen Antworten… Die Waldimkerei und Wald-Bienenzucht haben als Zeidlerei in der Siedlungsgeschichte Spuren hinterlassen, die ich hier schnell festhalten will, bevor die neue Velohonigsaison beginnt.

Zu finden sind die Spuren der alten Zeidler gedruckt für den Wald um Nürnberg und Erlangen, für den Zeidelschützen und das Nürnberger Zeidelmännchen (PDF), digitalisiert in Das alte Zeidelwesen in den Nürnbergischen Reichswaldungen von 1870 sowie in Band 33 des Neues lausitzisches Magazins auf Seite 52 ff. Die Geschichte der Waldbienenzucht (1856), bildlich im Wappen von Feucht im Nürnberger Land (und programmatisch in den Vereinen des Ortes: z.B. bei den Imkern, Schützen), für Brtniky am Wolfsberg in Nordböhmen und für den alten Ortsteil Zeidler des heutigen Tharandter Ortsteils Fördergersdorf am Rande des Tharander Waldes. Finden lassen sich außerdem in Bibliotheken Hinweise auf Waldbienenzucht in sorbischen Orts- und Personennamen, für Treblitzsch und Wörlitz – einst Siedlungen altsorbischer Waldbienenzüchter, digitalisiert: aus Klein-Bautzen in der Ober-Lausitz Gottlob Schirachs Wald-Bienenzucht von 1774 sowie das digitalisierte Lehrbuch Das Ganze der Bienenzucht mit dem Ersten Abschnitt Von der Wald-Bienenzucht für den auf Erfahrung gegründete[n] Unterricht für Oekonomen, Cameralisten u. Bienen-Väter, die Bienenzucht auf einen höhern Ertrag als zeither [..] bringen – oder (gedruckt) unter anderen für Lithauen und Nachbargebiete.

Wieviele Orte namens Zeidler (oder ähnlich in anderen Sprachen) gibt es überhaupt? Honig gibt es auch in Polen.