Wer kennt wen? Hier: Patenschaften für historische Radfahrerbünde und -vereine

Ob es zuviele kleine regionale Radfahrerbünde gab vor hundert Jahren, darüber stritten die Radfahrer und ihre Verbandsfunktionäre damals jahrzehntelang. Fest steht: Es gab sie und sie prägten in ihren Stammesgebieten Königreichen Regionen auch das gesellschaftliche Leben, z.B. diese fünf:

  • Oberlausitzer Radfahrer-Bund
  • Ergebirgischer Radfahrerbund
  • Lausitzer Radfahrer-Bund
  • Allgäuer Radfahrer-Vereinigung
  • Süddeutsch-Schweizerischer Radfahrer-Verband, …

Darüber hinaus gab es hunderte lokale Radfahrer-Vereine. Manche existieren noch, viele längst nicht mehr. Sie sind in Vergessenheit geraten. In ihnen steckt jede Menge Geschichte: Heimatgeschichte, Mobilitäts- und Sportgeschichte und auch Politik – z.B. die Geschichte der Sozialdemokratie.

Ab 20 Euro kostet eine Stunde Archivrecherche, wenn ein Profi dort nach historischen Quellen sucht. Das heißt, mit einer ersten Spur dürften für unter hundert Euro Rechercheauftrag ein gute Chancen auf zusätzliche Informationen – altes Radfahrerwissen – bestehen: für einen Wikipediaartikel, für eine andere kleine Publikation oder für ein neues Hobby.

Welche Touren-, Hand- und Radwanderbücher wurden von den alten Radfahrerbünden veröffentlicht, welche Traditionen gepflegt? Wohin ging die Reise und was hat das mit uns zu tun?

Sprechen Sie mich auf eine Bundes-Patenschaft an, dann vermittle ich gern. Oder Sie gehen selbst ins Archiv. Dann bitte ich um einen Link zu Ergebnissen der Spurensuche.

Radfahrvereine im Bezirk Dresden um 1900

Aus dem Jahresprogramm für 1911, Bezirk Dresden, Sächsischer Radfahrer-Bund, Seiten 23, 25, 27, 29 und 31 – dazwischen: Anzeigen. (Stadtarchiv Dresden, Y.167)

  • Radfahrer-Verein „Adler“ (1904 gegündet)
  • Radfahrer-Verein „Albatros“ (1. August 1899)
  • Radfahrer-Verein „Alemannia“ (1891)
  • Radfahrer-Verein „Blasewitz“ (31. Mai 1905)
  • Radfahrer-Verein „Frohe Fahrt“ (1. Januar 1900)
  • Radfahrer-Verein „Frohe Radler“
  • Radfahrer-Verein „Habicht“ (1900)
  • Radfahrer-Verein „Panther“ (20. Januar 1905)
  • Radfahrer-Verein „Einigkeit“, Rägnitz u. Umgebung (1910)
  • Radfahrer-Verein „Saxonia“ (14.7.1908)
  • Radfahrer-Verein „Schwalbe“ (1907)
  • Radfahrer-Verein „Sturmvogel“ (1910)
  • Radfahrer-Verein „Touren-Club Dresden“, Dresden-Löbtau (1910)
  • Radfahrer-Verein „Trachau und Umgegend“ (1893)
  • Radfahrer-Verein „Wanderfahrer“ (7. Januar 1895)
  • Radfahrer-Verein „Wettin“ (1909)
  • Radfahrer-Verein „All Heil“, Weißig (1893)
  • Vereinigte Einzelfahrer Dresden (1906)

„Ueber Berg und Thal“ Dresden-Striesen

Paulis Handbuch für Radfahrer Sachsens

In den vergangenen Tagen habe ich gelernt: Der Lausitzer Radfahrer-Bund wurde tatsächlich 1906 gegründet. Georg Pauli, der Gründer und langjährige Vorsitzende, druckte den ersten Jahrgang seines „Paulis Handbuch für Radfahrer Sachsens“ schon 1901 – ab der Gründung des LRB dann unter dem Logo des LRB.

Lesetipp: das Spezial-Tourenbuch für Radfahrer u. Touristen durch die Sächsische Oberlausitz von 1900

„Jemand möchte all die glücklichen Legehennen ja auch essen.“

Ich suche 52 abwechslungsreiche Rezepte, die glücklicheren Hühner*Innen in Suppe und andere Speisen zu verwandeln.

Die Klassikerin kenne ich: gekocht mit Suppengrün, mit Herzen und Gewürzen. Lemongras ist mir nicht unbekannt. 🙂

btw mehr über „Das globale Huhn“ steht hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Tomatenstrategie II (2017): Forschungsfrage

Lässt sich aus der amtlichen Statistik (oder auf anderem Weg) die Zahl der Sylvesterraketen, die alljährlich an einen Tomatenstab über Deutschland, Dresden, YOUNAMEIT aufsteigen müssen, je Einwohner schätzen?

mein Europa heute

Die Karte von 1892 vom Gebiet des Deutschen Radfahrer-Bundes mit Gau – Eintheilung wurde nun in Warschau von der Nationalbibliothek Polens digitalisiert.

via Europeana

mehr solche Karten: im SLUBlog