Unbedingt oder bedingungslos

50 Cent Taschengeld gibt es von mir jede Woche seit einer Weile. Manchmal vergessen wir die Übergabe. Dann gibt’s eine Nachzahlung. Hin und wieder kaufen wir auch was.

Ich habe Sympathien für die Idee Bedingungsloses Grundeinkommen. Und, wie man ich selbst reagieren würde, wenn ich eins bekäme, ist eine dieser Fragen, deren mögliche Antworten fortwährend Theorie bleiben. Brisanter noch: Sind wir bereit, anderen ein bedingungsloses Grundeinkommen zu garantieren?

50 Cent stellen mich beinahe wöchentlich auf die Probe. Soll ich Taschengeld wirklich bedingungslos auszahlen?


Warum blogge ich das? Weil mich die Frage beschäftigt, ob oder welche Gegenleistungen ich für eine gewährte Unterstützung implizit und explizit erwarte oder erwarten darf will. Am ersten Taschengeld lassen sich die Kontroversen um ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle gut nachvollziehen.

4 Gedanken zu „Unbedingt oder bedingungslos

  1. Müsstest du dir nicht die Frage stellen, warum du das machst? Wenn du es auch dem Grund machst, weil du eine Gegenleistung erwartest, dann ja.
    Wenn du es aber einfach machst, weil du die 50 Cent pro Tag eh nicht benötigst oder jemanden einfach nur helfen möchtest, dann nicht.

    • Hallo Erik, in erster Linie sollen die Taschengeldempfänger lernen, mit Geld umzugehen. Es bleibt also in der Familie. 😉
      Inzwischen denke ich, das dieses Lernziel „Gegenleistung“ genug ist, bedingungslos Taschengeld zu zahlen – also ohne zusätzliche (manchmal spontane) elterliche Zusatzforderungen, wie „erst das Zimmer aufräumen!“, „keinen Ärger machen!“ etc.
      Dass ich als Taschengeldzahler auch noch was lernen werde, war mir zuvor nicht bewusst.

  2. @Steffen: Genau. Ich merke, dass es recht leicht ist allgemein für ein bedingungsloses Grundeinkommen zu sein. Bei der Umsetzung – hier im Kleinen beim ersten Taschengeld – kam ich selbst trotzdem nochmal ins Grübeln.

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