Forschungsfragen: Tourenbücher und Karten für Radfahrer*innen

Anknüpfend an das Hauptsmeinar Tourenfahren an der TU Berlin (und an die Forschungsfragen zu Velohonig) wurde ich heute nach Forschungsfragen an die Tourenbücher und Karten für Radfahrer gefragt. Ja, ein paar habe ich – sicher wird die Liste noch länger:

  • Wer waren die ProtagonistenAutoren, Verleger, Herausgeber – der Tourenbücher?
  • Welche Vertriebsmodelle gab es – Abo, Mitgliedschaft, Beilage in Tageszeitungen,…?
  • Hat der Lausitzer Radfahrer-Bund jemals ein eigenes Tourenbuch publiziert?
  • Welche Schwerpunkte boten die Radfahrer-Zeitschriften („Stahlrad“ (aus Leipzig?) und Deutsche Radler-Post (aus Pulsnitz?) vor einhundert Jahren? Wie finanzierten sie sich?
  • Was waren die Themen dieser Publikationen. Touren, Technik, Verbandsinterna, (Verkehrs)~Politik?
  • In welchen Ländern (Europas u.a.) haben Radfahrerverbände und Verlage Tourenbücher herausgegeben, Unterschiede/ Gemeinsamkeiten?

  • Welche Firmen und Branchen kauften und gestalteten Anzeigen – für welche Technologie zu welchem Zeitpunkt? Hier lohnt sich womöglich auch ein Vergleich mit z.B. den Festschriften der Bundestage des Bundes Deutscher Radfahrer, der Radsport-Zeitungen und den darin enthaltenen Anzeigen.
  • Lässt sich die These von Charlton Reid in www.roadswerenotbuiltforcars.com, dass Radfahrer die ersten Lobbyisten für gute Straßen waren (und einige der ersten Radfahrer dann die ersten Automobilisten-Lobbyisten!), auch auf die deutschen Länder übertragen?
  • Wie und wann lässt sich der Wandel von der reinen Fahrradliteratur zur Reiseliteratur für Radfahrer und Automobilisten anhand der historischen Tourenbücher und Karten nachvollziehen?
  • Welche regionalen Schwerpunkte der historischen Radfahrer-Literatur gibt es: Sachsen, Nürnberg, Bayern, Hamburg, UK?
  • Welche wirtschaftsporlitischen(?) Gründe liegen dem zugrunde? (vgl. Zahl der sächs. Tourenbücher, Anzeigen im Tourenbuch für Estland, Zahl der fränkischen Tourenbücher aus Nürnberg und Fürth)
  • Schließlich: Welche Zusammenhängen bestanden (und bestehen?) zwischen Fahrrad-, Näh- und Schreibmaschinenindustrie? (Feinmechanik, damals junge Innovationen) Welche Kontinuitäten und Zusammenhänge gibt es seitdem bis heute?
  • Lassen sich die Geschäfts- und Jahresberichte der Unternehmen und Kammern irgendwie verknüpfen mit den technikhistorischen Fragen zur Fahrradwirtschaft?
  • Wie lassen sich die digiatlisierten Tourenbücher und Karten heute in digitalen Anwendungen nutzen? (Strava, Open Street Map & Co. + Anreicherung mit anderenen historischen digiateln Quellen: Anzeigen, Postkarten, Adressbücher)
  • Welche Technik wird zu welchem Zeitpunkt in Tourenbüchern beworben?
  • Welche „techno-„) kulturellen Gemeinsamkeiten gab es bei Verlegern von Landkarten und Tourenbüchern für Radfahrer, z.B. in Leipzig?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.