Darf ich vorstellen? … Theobald von OER

Theobald Freiherr von Oër war ein deutscher Kunstmaler, Illustrator und Radierer. Er wurde besonders durch seine Porträt-, Genre- und Historiengemälde bekannt.

Sein Gemälde lädt uns ein zu Linked Open Storytelling: ein Winkelmann-Test.

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Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Bibliothek des Schlosses Nöthnitz, Theobald Reinhold von Oër (1807-1885), SLUB: Aufnahme Regine Richter, 1982. (Q90790988)

Once upon a time a linked open spider …

Diese ersten drei Tweets und Antworten …

… lassen gerade ein paar Netzknoten „platzen“ … drum ein paar schnelle Notitzen:

M. S. Gräffin, M. Merians des Eltern seel: Tochter. Neües BlumenBuch ist der Titel, den Heike hier – von einem Detail fasziniert – verlinkt, weil auf der einundzwanzigsten Seite einfach eine Spinne hängt. Linked Open Storytelling ist das in meinen Augen und Ohren auch, weil:

  • Als Linked Open Spider ist sie nur so zu sehen: Linked open
  • … und, weil Bibliotheken solche Spinnen (Blumen und Texte) digitalisieren, erschließen und öffentlich zugänglich machen.
  • open GLAM: Zwei Bibliotheksmenschen schicken sich Kommentare, Links, Hashtags und Bildnisse …
  • Mehr Kontext wäre gut möglich: Netze, Blumen, Käfer, …
  • Ein Merian liegt hier gleich oben auf meinem Schrank, faksimiliert.
  • Social Media … auch
  • Beginnen so neue Geschichten?

… so funktioniert das Web … oder das Internet, vermutlich.

Transformationen: Überlegungen zur Zukunft von Europas Städten und Regionen

Spekulationen Transformationen heißt eine Studie mit Überlegungen zur Zukunft von Deutschlands Städten und Regionen aus dem Jahr 2016. Die Kernfrage darin: Wie werden sich gesellschaftliche Verhältnisse auf die gebaute Umwelt in Deutschland auswirken?

¯\_(ツ)_/¯

Für die Zukunft der Bürgerforschung sind – solche und ähnliche – Spekulationen ebenfalls hilfreich.

schrieb ich Ende 2019 für Saxorum über Citizen Science in Sachsen. Inzwischen mehren sich Stimmen, die wegen „der Seuche“ grundlegende Veränderungen in der Gesellschaft vorhersagen: Transformationen. Ich möchte solche Anhaltspunkte und Ideen hier sammeln. (Statt eines Tagebuchs, das ‚man‘ jetzt als zukünftige Primärquelle schreiben könnte …) Themen hier vorerst:

… also der gewohnte Themenmix, aber sicher auch Neues … Weiterlesen

alter weißer mann me

Diagnose

Ernste Fragen: Keine Heimat ohne junge Heimatforscherinnen? (2016) und: Wann kam das Motiv alter weißer Mann für die Heimatforschung in die Welt bzw. wie ist das Klischee „Rentner, die Zeit haben für Heimatforschung & Ortsgeschichte“ überhaupt entstanden? (2020)

Ich (41) bin so einer. Vermutlich für jüngere und auch realsozialistisch motiviert gab es in den 1950ern in der FDJ die Interessengemeinschaften „Heimatforschung“ – wo, wieviele, wie lange und mit welcher Beteiligung ist mir noch nicht klar.

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FDJ Heimatforschung, Abzeichenmotiv der Interessengemeinschaft „Heimatforschung“

Das nebenstehende Abzeichenmotiv deutet aber bereits die mögliche Spannbreite und Vielfalt an, die für die veränderte(?) Wahrnehmung von Heimatforschung, Heimatforschern und Heimatforscherinnen im Verlauf der Jahrzehnte hier bestand. Oder? Das wäre dann ’nur‘ der ostdeutsche Kontext von Heimatforschung. Europäisch, z.B. in Nachbarländern, sieht das vermutlich anders aus. Aber wie? Wer weiß was? Hier und dort?

UB Rostock: (Berlin : Verlag Junge Welt, 1954)

Work in progress:
http://purl.uni-rostock.de/rosdok/ppn1691154296

Baufortschritt in Pommritz

Thomas und Ilona bauen in Pommritz eine neue Käserei. 200.000 Euro wollen dafür investiert sein: für Renovierungen, Technik, Hygiene … Käse. Wir haben seit Ende 2019 hin und her überlegt wie Crowdfunding dafür funktionieren könnte. Kurz und gut: Der Bau hat längst begonnen, am Marktstand werden schon die ersten unterzeichneten Darlehensverträge abgegeben. Bald ist in Pommritz wieder gemeinsames Ausmisten.

Der 2019er Ziegenmilchweichkäse war Spitze – in allen Altersklassen. Und der dieses Jahres wird hoffentlich wieder so. Bis dahin gibt’s aus Pommritz jede Woche Milch und Kuhmilchkäse, Quark, Brot und Eier … Liebe Leute, investiert – in den Käse!

SVG-Archäologie II.

SVG-Archäologie – die Digitalisierung historischer Bildchen, Grafiken … und Details in vektorgrafiken – gewinnt schnell an Bedeutung, für mich. Es gibt Parallelen – ähnliche Vorgehensweisen und Projekte – insbesondere in Brandenburg. Als da wären:

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Oskar Kilian im Seenland

Das neue ferienmagazin.de 2020/2021 erschien gestern für die Region Seenland Oder-Spree mit einer Seite über Oskar Kilian und die Radler-Streifzüge.

Der KWer Verlag hat die Idee aufgegriffen und weist Besucher*innen via Gastronomie, Hotelerie und Tourismusbüros Wege durch die Gegenden, durch die schon Kilian fuhr.

Butterstullenwerfen (sic!)

Es fliegt ein Stein (die Hand warf ihn gut)
Kräftig, wagrecht über die Fluth.

(…)

Theodor Fontane:

(…) Die Luft war feucht und der Himmel grau. Alles fröstelte. Wir fanden, daß es etwas lange dauere, denn die schräg vor uns stehende Sonne neigte sich schon dem Horizonte zu. Da plötzlich große Bewegung … ein donnernder Knall und im nächsten Augenblicke brachen alle Versammelten [204] in ein staunendes „Ah“ aus. Es war nämlich ein Ricochette-Schießen, was im Princip etwa dasselbe bedeutet wie das „Butterstullenwerfen“ auf einem Teich. Die mächtige Kugel setzte in Entfernung von 300 oder 500 Schritt zum ersten Mal auf und trieb eine Wassersäule, ganz nach Art eines Springbrunnenstrahls, in die Luft; dann folgte ein zweites und drittes Aufsetzen, bis die Wassersäulen immer kleiner wurden und schließlich die Kugel versank. (…)

Auch: Ditschen

Alles ganz schlimm! Bock hat Query.

Mit Wikidata kann man Zitationsnetze darstellen: w.wiki/HCr. Das fetzt.

Wir werden bei der/die/das WikiCite Satellite Cologne 2020 drüber sprechen: #DieDatenlaube – Linking Wikisource with Wikidata and Commons.

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SVG-Archäologie: historische Illustrationen in Vektorgrafiken digitalisieren

Als Retrodigitalisierung oder retrospektive Digitalisierung bezeichnet man die Digitalisierung analoger Publikationen (u. a. Printmedien, Filme, Tonbänder).

Die Radlerin, 1898… steht in Wikipedia. These: Ein weiterer Schritt, die Massendigitalisierung historischer Quellen nutzbar zu machen, ist die Transformation gescannter Illustrationen und Details für die Nutzung in modernen Grafikanwendungen (Skalierbarkeit ohne Qualitätsverlust). Durch die Vektorisierung historischer Illustrationen in offenen frei skalierbaren Grafikdateien mit dem SVG-Format wir deren Verwendung maximal(?) vereinfacht. Oder? vgl. hier Seitenleiste und Footer

Frage aus openGLAM-Sicht: Für welche Anwendungszenarien – über Liebhaberei hinaus – ist der Aufwand für solche Gestaltungsleistungen (für die Vektorgrafik) gerechtfertig? These: bestimmte Motive sind von so großem öffentlichen Interesse, dass handwerkliche Vektorisierung und CCZero-Publikation mit öffentlichen Mitteln sinnvoll sind.

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