Včelí Vřesina (Bienenheide)

Včelí Vřesina (Bienenheide) werden nordböhmische Täler samt Wald südöstlich von Hinterhermsdorf laut einer dort aushängenden Wanderkarte genannt. Und auch ein altes Masstischblatt im Kartenforum der SLUB kennt diese Gegend Ecke.

Meßtischblatt [105] : Am Raumberg (Berg in der Sächs. Schweiz), 1935, Deutsche Fotothek

Meßtischblatt [105] : Am Raumberg (Berg in der Sächs. Schweiz), 1935, Deutsche Fotothek

In der Stadtgeschichte des etwas nördlicher gelegenen Ortes Brtníky (früher: Zeidler) steht:

Unter Peter Berka wurde die Gemeinde 1116 schon schriftlich erwähnt. Es steht geschrieben, dass Peter Berka zwischen Plesný (Plissenberg) und Vlčí hora (Wolfsberg) eine große Imkerei/Zeidlerei gründete, die er Zeidelweide nannte.

und …

Im Jahre 1946 wurde der Ort in Brtníky umbenannt. Die neue Namesgebung führt zurück auf das Altböhmische Wort „brt“ für Bienenstock und nicht wie fälschlich behauptet wird, als die Tschechische Übersetzung des Wortes „Braunbären“.

Mehr über die Geschichte der Imkerei im Dorf Zeidler (dieses oder ein anderes in Franken?) steht vermutlich in: Koch, Alfred: Heimatbuch des Dorfes Zeidler. Hrsg. von Josef Kittel, Fürth: Selbstverlag 1965/1966, 240 Seiten, 2 Karten.

… neuen Honig gibt es in Hinterhermsdorf und in Brtníky wieder im Juni, sagen die Imker heute bzw. gestern. Und dann offenbar auch in großen Gläsern.

Heimatforschung x.0

Next generation sequencing wäre wohl, wortwörtlich verstanden und von Historiker*innen betrieben, der Versuch die Zukunft zu verstehen, während sie mit Bruchstücken der ‚DNA‘ von Gegenwart und Vergangenheit puzzeln.

Geschichte schützt nicht vor Erkenntnis

habe ich beim Honig tauschen von einer Historikerin gelernt und will sie bald noch nach der Quelle dieser Weisheit fragen. In diesem Sinne kurz ein paar Fragen zur DNA der Heimatforschung:

Was steckt in digitalisierten historischen Tourenbüchern für Radfahrer, das uns heute im Verkehr nützen könnte? (Carlton Reids Buch Roads were not build for cars weist gekonnt in diese Richtung.) Wie könnte die Renaissance der Gemeinde- und Dorfbacköfen in den Städten und Gemeinden das Abendbrot verändern? Und was trinken wir dazu?

Gibt es so etwas wie Heimatforschung 2.0 – angelehnt an den hiesigen Forschungsverbund Science 2.0? Vermutlich wäre solch eine Schublade eben nur eine solche und so manch‘ Familienforscher und Archäologen (beispielsweise) arbeiten oder publizieren in ihrer Freizeit längst digital, kollaborativ, irgendwie 2.0. Die Wikipedia weiß:

Die Heimatgeschichte ist die Geschichte des lokalen Erfahrungsbereiches.

Wie funktioniert Heimatforschung heute? Gibt es Forscherinnen und Forscher, die über Heimatforschung forschen? Und: wie lernen neue Generationen Heimatforschung? Von ihren Vorgängern?

Hier in Sachsen gewinnen beim Sächsischen Landespreis für Heimatforschung seit 2008 jährlich Laienwissenschaftler- und Schüler*innen Preise; eine öffentliche, digitale Liste aller bisher eingereichten Themen konnte ich leider noch nicht finden. Das wäre dann schon ein Stück ‚Open Science‘: Ein Begriff, der noch den Vorteil hat, nicht mit Zahlenspielen x.0 Glanz und Relevanz erzeugen zu müssen. Next Generation Sequencing ist nunmal schon vergeben.

Warum blogge ich das? Der Leistungskurs Geschichte hat mich nicht zum Historiker gebracht. Heimatforschung ist bisher auch nicht meine Wiese. Politisches liegt mir näher, dachte ich. Dann fanden mich die Tourenbücher für Radfahrer. Und da jeder ein Künstler ist und Designer, sind auch alle Menschen Forscher. Unsere Themen, Fragen und Antworten machen hier dann wohl den Unterschied.

Ökonomie des Honigbrots

500g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 500g Honig, 200g Butter, 1/2 Teelöffel Zimt, 4 Nelken (fein zerstoßen), Salz

Honigbrot

Honigbrotrezept der Imkerei Heynitz

Und dann: Honig und Butter erwärmt glattrühren. Alles mischen und in einer Kastenform bei niedriger Temperatur backen. Etwa 80 60 Minuten bei 150 Grad. Fertig ist das Brot, wenn beim Einstechen kein Teig kleben bleibt.

Nun zur Ökonomie des Honigbrots: Wieviel müsste dieses wunderbare Backwerk kosten, wenn ich es verkaufen oder kaufen müsste?

Weiterlesen

Ist das prüfungsrelevant?

Wie lautet die richtige Antwort auf diese wichtige Frage?

[  ] Alles ist prüfungsrelevant. (Auch alles, was nicht im Skript steht.)
[  ] Punktabzug für alle, die diese Frage noch einmal stellen.
[  ] …

Hat schon jemand erforscht, ob Ist das prüfungsrelevant? immer beliebter wird?
Oder war das schon immer so?

Linksammlung: Service Learning & Community Based Research

Service Learning

Community Based Research

 

Länderspiegel Bürgerstiftungen 2012

Berlin Neukölln. Vom Bürgersteig ist’s nur ein Schritt ins Regionalforum Ost der Bürgerstiftungen

In den Räumen der Bürgerstiftung Neukölln ging es gestern um junge Menschen und um die Frage, wie Bürgerstiftungen ehrenamtliche Mitarbeiter – Zeitstifter – finden, aktivieren und binden können. Wie wir in Dresden mit der Studentenstiftung arbeiten, durfte ich im Gespräch mit Bernadette Hellmann erläutern. Hier steht ein Bericht der Veranstalter.

Außerdem wurde der Länderspiegel Bürgerstiftungen 2012 vorgestellt, eine Vollerhebung u.a. mit detailliert ausgewiesenen Vergleichszahlen anderer Bürgerstiftungen zum Vermögensaufbau, Spendenvolumen und Projektförderung:

Fast 10 Millionen Euro spenden Bürger, Unternehmen und andere Institutionen 2011 an Bürgerstiftungen. Diese investieren mehr als 12 Millionen Euro in das lokale Gemeinwohl.

1. Dresdner Bildungsbericht & wissenschaftsorientierte Bildungsangebote?

Ottokar – Das BildungsBlog Dresden fasst den umfangreichen 1. Dresdner Bildungsbericht 2012 zusammen, der gestern öffentlich vorgestellt wurde. Selbst lesen muss ich ihn noch. Zum Bereich „Hochschulen“ zitiert BildungsBlog Dresden:

Wohl die kleinste Baustelle in der Dresdner Bildungslandschaft …

Verglichen mit den anderen Bildungsbaustellen mag dies aus kommunaler Sicht zutreffen – schließlich werden die Hochschulen vom Land (mit)finanziert. Wie kommunale Bildungsangebote über die Alterstufen hinweg wirkungsvoll mit den wissenschaftsorientierten Bildungsangeboten der Hochschulen und Universitäten verknüpft werden können, bleibt trotzdem eine wichtige Frage. Das Netzwerk Dresden – Stadt der Wissenschaften hat dafür einen Ansatz skizziert. Aber es sollte dabei nicht allein um MINT-Förderung gehen!

Die zweite Frage ist: Wie können wissenschaftliche Kompetenzen in einer Stadt noch stärker als bisher helfen, die Bildungslandschaft zu verbessern?

Linktipp zu Kommunalen Bildungslandschaften: Die Böll-Stiftung hat im Februar 2012 eine Studie zu Kommunalen Bildungslandschaften veröffentlicht [PDF].

Unbedingt oder bedingungslos

50 Cent Taschengeld gibt es von mir jede Woche seit einer Weile. Manchmal vergessen wir die Übergabe. Dann gibt’s eine Nachzahlung. Hin und wieder kaufen wir auch was.

Ich habe Sympathien für die Idee Bedingungsloses Grundeinkommen. Und, wie man ich selbst reagieren würde, wenn ich eins bekäme, ist eine dieser Fragen, deren mögliche Antworten fortwährend Theorie bleiben. Brisanter noch: Sind wir bereit, anderen ein bedingungsloses Grundeinkommen zu garantieren?

50 Cent stellen mich beinahe wöchentlich auf die Probe. Soll ich Taschengeld wirklich bedingungslos auszahlen?


Warum blogge ich das? Weil mich die Frage beschäftigt, ob oder welche Gegenleistungen ich für eine gewährte Unterstützung implizit und explizit erwarte oder erwarten darf will. Am ersten Taschengeld lassen sich die Kontroversen um ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle gut nachvollziehen.