Titel zu gewinnen

In Bayern werden vier Promotionsstellen für „Strukturwandel in Franken. Akteure, Räume, historische Perspektiven“ am Institut für Fränkische Landesgeschichte, Bamberg/Bayreuth vergeben. Im Sinne von Open Science (und, weil ich die Zugangsbedingungen auf den ersten Blick nicht erfülle) hier ein paar Themen zum Mitforschen:

 

oder 🍞 🥧 🍗 🍎 „Dorf-, Gemeinde-, und Gemeinschaftsbacköfen – Geschichte – Geschichten (Narrative) – Gegenwart und Zukunft alter Institutionen in

Dass soll nicht heißen, die Geschichte der Radfahrerbünde in der Oberlausitz sei vergessen! Die Themen sind sich nah und können sich ergänzen.

Forschungsförderung ist willkommen.

„Rund um die Lausitz“ – 1909+

Wolfgang Schoppe antwortete auf die Frage, wann das SRB-RennenRund um die Lausitz“ ausgetragen wurde:

Das Rennen wurde erstmals am 16. Mai 1909 ausgetragen. Startberechtigt ausnahmslos SRB-Mitglieder, Der LRB war nicht involviert. Sieger Josef Hübner (Dresden).

1910 ausgefallen, 1911 nur für Profis : Sieger Rottnick. 1912 erstmals Profis  für DRB/ ARU-Mitglieder. Sieger Suter/Schweiz (Profi) und Amateure, nur SRB: Sieger A. Hemprich /Dresden.

1913 nur Amateure SRB (Sieger Rosenhahn) und 1914 Profis R. Schenkel/Leipzig und Paul Fischer (Dresden).

1915-19 nicht ausgetragen, dann wieder ab 1920, auch nur SRB (Sieger O. Berger/Leipzig).

In den  Ausschreibungen taucht der LRB überhaupt nicht auf.

Gab es Militärradfahrer in Sachsen?

Antwort des Kriegsministeriums in Dresden vom 26. November 1912:

…, daß die Förderung des Unternehmens durch die Militärbehörden _nicht_ in Aussicht gestellt werden kann, da Wettbewerbsleistungen, wie sie bei der Veranstaltung gefordert werden, nicht den militär-dienstlichen Interessen entsprechen.

Quelle: Stadtarchiv Freiberg, Akte X. IX. 25 Wett- und Preisfahrten (1909)

Staatsarchiv Dresden

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Stadtarchiv Freiberg, Akte X. IX. 25 Wett- und Preisfahrten (1909)

Fragmente:

Radfahrvereine in Freiberg 1896 bis 1904

Rundfahrten des Sächsischen Radfahrer-Bundes, des Deutschen Radfahrer-Bundes und der Allgemeinen Radfahrer-Union durch Freiberger Gegend

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Radfahrerwissen as a service

Radfahrerwissen ist ein Ergebnis von Fernwehforschung. Es entsteht durch Rechercheaufträge, alltägliche Neugier und – auch das ist ein Angebot, wenn Hobbyforscher*innen Wissen offen teilen: in der Wikipedia, in Aufsätzen, Artikeln, …, oder Postern.

Drum mein Angebot: Ich begleite Publikationsideen und -projekte, die Spezialwissen von Fahrrad-Veteranen-FreundenFans historischer Fahrräder und anderer Citizen Scientists öffentlich mit Open Access oder didaktisch aufbereitet zugänglich machen.

Viola’s Hofladen wird unterwegs auch zum Narrativ.

Velohonig reift unterwegs zum Narrativ. VeloObst wird unterwegs zum Narrativ. VeloWurst, VeloWein und Velokäse auch. Das ist nicht neu.

Geschichten vom übernächsten Hofladen, von der Fahrt hin und von der Fahrt zurück, die müssen erzählt werden.

Abstract für 26. Verkehrswissenschaftliche Tage 2018

Historisches Radfahrerwissen und Citizen Science
eingereicht am 15. November 2017 –

Historisches Mobilitätswissen ist ein Faktor gesellschaftlicher Narrative, die politische Weichenstellungen in der Verkehrspolitik fundamental beeinflussen. Ein Beispiel: Leben wir im „Autoland Sachsen“ – oder in einem „Fahrradland jetzt“?

Ist das historische Radfahrerwissen digitalisierter Quellen gesellschafts- und verkehrspolitisch überhaupt relevant? Wenn ja: Für wen, in welchem Maß und unter welchen Bedingungen?

Für die Geschichte und Geschichten, die wir uns gegenseitig über Verkehr, Alltagsmobilität, über das Reisen und das Radfahren erzählen, sind gemeinsame Erfahrungen prägend. Mobilitätsgeschichte im Allgemeinen und Fahrradgeschichte im Besonderen existieren nicht einfach. Sie werden immer wieder neu erzählt, geschrieben und diskutiert.

Die Geschichte des Radfahrens geht über die Technikgeschichte des Fahrrades weit hinaus. Weitere Aspekte sind neben dem technischen Fortschritt und geeigneter Infrastruktur z.B. die Preisentwicklung für Fahrräder, die Emanzipation der Frauen auch als Radfahrerinnen, der Zugang von Arbeiterinnen und Arbeitern zu Fahrrädern und resultierend grenzüberschreitende Mobilität in Europa und Übersee.

Der Vortrag zeigt auf, wie die Inhalte historischer Quellen alten Radfahrerwissens im Sinne eines Forschungsansatzes, der Open Science und Citizen Science verknüpft, wieder sichtbar gemacht werden können – auch, um unsere Gegenwart zu gestalten.

Verdeutlicht wird dies anhand einer Sammlung digitaler Tourenbücher für Radfahrer, die zwischen 1890 und 1930 gedruckt wurden. Inzwischen werden sie von Bibliotheken digitalisiert. Zwei weitere Beispiele sind das Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897/98 und die regionalen Radfahrerbünde im deutschsprachigen Raum, die weitgehend in Vergessenheit gerieten.

Wie Werkzeuge kollaborativer Wissensplattformen wie Wikipedia und Wikisource für Forschungsfragen und -projekte der sogenannten Bürgerwissenschaften über historische Forschungsfragen hinaus eingesetzt werden können, wird darauf aufbauend diskutiert. Weiterlesen