Alte Adressen in Büchern mit Radfahrerwissen

Radfahrerwissen steckt in Adressbüchern. Und das Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897 ist „nur“ ein nützlicher Spezialfall für den Einstieg in Recherche historischer Radfahrervereine und -verbände, lerne ich gerade:

Jetzt geht es darum sie Infos bzw. Daten zu verknüpfen und dabei die guten Geschichten zu finden.

Sollen Damen imkern?

Das Schulportal Thüringen hat ein neues Arbeitsblatt für Schulen erstellt. Thema: Der Text „Sollen Damen radfahren?“ aus dem Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897.

 

 

EOD-Favoriten (ebooks-on-demand)

Hervorgehoben

Aus der Drive in-Liste wurden inzwischen einige Titel digitalisiert. Die Sammlung wird größer: hier wie dort.

„Sollen Damen radfahren?“ In: Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897, Seite 42-47

Auf https://search.books2ebooks.eu/MyResearch/MyList/579 gibt es nun die aktuelle Liste direkt bei Ebooks-on-demand. Ich würde mich freuen, wenn Ihr das eine oder andere Buch dort digitalisieren lasst. Los geht es mit 15 Euro für eines der Bändchen aus Paul Hildebrands Radfahrer-Reisebuch-Reihe. Und auch ein paar kleine Blattsammlungen mit Radfahrerwissen sind dabei, die für nur ein paar Euro zu digitalisieren sein müssten.

Mehrhundertseitige historische Radfahrerbücher fehlen nicht, wer dicke Schinken mit Open Access mag. Wofür ist das gut? Dafür z.B.: LRB, VDRV, ADFC, die Mark oder Witwe Bolte. Rückfragen sind willkommen. Ich tausche auch gern gegen ein Glas Velohonig.

Wer Bücher vor der Digitalisierung selbst noch berühren möchte, könnte helfen die Hefte Harz und Weser und Teutoburger Wald antiquarisch zu erwerben und an digitalisierende Bibliotheken zu vermitteln. Diese Reihe ist es wert.

Das gibts auf Nachfrage auch: Radfahrseuche und Automobilen-Unfug, 1902. Weiterlesen

SFB 1817 #SonderForschungsBrojekt 200 Jahre Fahrrad

Wetten, dass!? … wir bis Ende 2017 eine Liste aller historischen Radfahrervereine und Radfahrerbünde erstellen. Auf der Diskussionsseite der Vereinigung Deutscher Radsport-Verbände steht schon ein Anfang. Ich stelle mir vor, dass diese wachsende Übersicht samt Referenzen (Literatur, Links, Logos, Adressen, …) in einer Liste (oder mehrerer) in der Wikipedia einen Platz findet. Das wird sich noch zeigen.

Radler-Streifzüge durch die Mark Brandenburg

Radler-Streifzüge durch die Mark Brandenburg, Heft II, von Oskar Kilian

Durch die Märkische Schweiz heißt Heft II der „Radler-Streifzüge durch die Mark Brandenburg“, einer weiteren Reihe einzelner Hefte aus Berlin mit jeweils einzelnen Tourenbeschreibungen. Erschienen sind ca. 1899 24 Hefte. Die Reihe erinnert an Paul Hildebrands Rad-Reisebücher aus München für die bayerische Umgegend und – in einem weiteren Sinne – an die Rad-Rundfahrten in Deutschland – auch aus Berlin.

Die Titel dieser Streifzüge:

  1. Zum Kloster Lehnin.
  2. Durch die Märkische Schweiz.
  3. In die Ost-Prignitz.
  4. Zur Uckermark.
  5. Rund um die Müggel.
  6. Ueber den Fläming.
  7. Zum Werbellin.
  8. Nach Wörlitz.
  9. Ins Ruppiner Land.
  10. Durchs Schenkenländchen.
  11. In die West-Prignitz.
  12. Im Spreewald.
  13. Durch die Neumark.
  14. Im Teltow.
  15. Durch’s West-Havelland
  16. In’s Land Lebus.
  17. Quer durch die Uckermark.
  18. Um den Scharmützel-See.
  19. Spreeland.
  20. Bummelfahrten.

Weiterlesen

Wikisource für Radfahrer*innen

Die Tourenbücher für Radfahrer, Festschriften und Jahrbücher, die inzwischen digitalisiert wurden, gibt es nun auf Wikisource im Überblick und zum gemeinsamen Verarbeiten.

Die Seite Fahrrad versammelt in Wikisource historische digitalisierte Fahrradliteratur über die Tourenbücher hinaus.

Im Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897 wird nun die OCR korrigiert.

Frohe Festschriften

Die Festschriften der Bundestage des Deutschen Radfahrer-Bundes und der Kongresse der Allgemeinen Radfahrer-Union sind neben den (digitalisierten) Tourenbüchern besondere Quellen für altes Radfahrerwissen. In ihnen stecken vergleichsweise viele und erkennbar aufwändiger gestaltete Anzeigen der namhaften Fahrrad- und Ersatztteilherrsteller. Manche enthalten Tourenbeschreibungen rund um die Kongressorte (oder für die Anreise). Die Amtsträger (allesamt Männer) werden vorgestellt. Im Grunde eine eigene „Literaturgattung“, in jedem Fall eine gute Ergänzung, um die Geschichte der Radfahrerverbände im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert und deren Radfahrerwissen zu begreifen: