Coden wie die Stahlroßreiter

Für Coding da Vinvi Ost in Leipzig hat die SLUB ihre Fahrräder rausgestellt. Neugier dafür zu wecken hat funktioniert bisher:

Außer, dass CdV eine einzigartige Gelegenheit ist, um Leute mit ganz anderen Talenten für Radfahrerwissen zu begeistern (Code, Design et al.) und kennenzulernen, ergaben sich schon beim Auftakt am Wochenende eine Reihe wunderbar hilfreich sympathischer Kontakte und Gespräche, die schon jetzt weiterführen. Was draus wird, werden wir sehen. 🙂

Die Projektseite in Hackdash ist nur ein Etikett. Wir arbeiten in GitHub, Trello und mit Etherpads.

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Germanus Theiß in Döbern

Germanus Theiß war Glasmacher in Döbern, Gründer vieler Vereine dort, Gewerkschaftersohn, Obman, Hüttenmeister, Radfahrer (Gründer des RC Wanderer und des Gau 22 Cottbus) und vieles mehr – und er war Autor seiner beeindruckenden Lebenserinnerungen (lesen!), die mir kürzlich empfohlen wurden, als ich für ein Foto des Lausitzer-Radfahrer-Bundes recherchierte und darauf Georg Pauli erkante.

Es gibt eine Menge Parallelen zum Lebensweg Georg Paulis, der wenig entfernt in Dehmitz-Thumitz in der Oberlausitz mit seinem Engagement und dem Lausitzer Radfahrer-Bund die Region dauerhaft mitprägte.

Ob sie sich kannten, auch wenn Germanus Theiß im Deutschen Radfahrer-Bund aktiv war? 😉

Korrekturbedarf

Das Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes enthält fast einhundert Seiten (1900) gängiger Melodien samt z.T neuen Texten von und für Stahlroßreiter. Jetzt beginnen wir die Korrektur der OCR in Wikisource. Das Liederbuch liegt in der UB Rostock und wurde dort digitalisiert.

Danke schon mal!

Archivfund: Wer kennt dieses alte Radfahrerposter?

Wer kennt dieses Plakat? Herausgegeben vom Sächsischen Ministerium des Innern – enthalten in einer Akte des Stadtarchivs Freiberg, ca. 1920. Wer kann Angaben zum Urheber machen?

Radfahrer gefährdet den Verkehr nicht! fahrt rechts und einzeln! Herausgebeen vom Sächsischen Ministerium des Innern (ca. 1920), Stadtarchiv Freiberg (Akte X. IX. 25, Fahrräder – Wett- und Preisfahrten (1909)).

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Radfahrer in Fremdenbüchern und – nächstes Level: Radfahrer-Fremdenbücher in Bundeseinkehrstellen et al.

Im Archiv der Radlobby ARGUS Steiermark wird aus Fremdenbüchern berichtet, in denen sich Radfahrer verewigten:

Die Anfänge … Wegbereiter der Verkehrsinfrastruktur

Gut frequentierte Hotels und Gasthäuser legten auch Fremdenbücher des Gauverbandes auf, in die sich Radlerinnen und Radler mit Namen, Tourendaten und eventuell einer Mitteilung oder Sinnspruch für die nachfolgende Kollegenschaft eintragen konnten. Drei Fremdenbücher, jene von Fürstenfeld („Brauhaus“), Burgau (Gasthof Postl „Zum Hirschen“) und Palfau (Gasthaus „Zur Kaisergemse“), sind bekanntermaßen erhalten geblieben.

Und auch Wolfgang Wehap forschte in Fremdenbüchern für sein Biografisches RADLEXIKON Steiermark – Namen, Literatur, Quellen & Fotos (2012) PDF.

  • Wieviele Radfahrer findent man in sächsischen Fremdenbüchern?
  • Und: Ob es im Münchner Raum noch ein Exemplar des ‚Paul Hildebrand’schen Radfahrer-Fremdenbuchs‘ für Hotelier’s und Gasthausbesitzer gibt?

Portal historischer Sommerfrischen und -wohnungen

Wieviel Radfahrerwissen steckt in diesen alten Verzeichnissen? Und wie ließen sie sich mit oder in einem Portal historischer Adressbücher verknüpfen?

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Radfahrerwissen in Natur-, Wander-, Gebirgs- und Radfahrerbünden um 1900

… potentiell ein Remix aus Heimat– und Fernwehforschung:

Richard Nagels Bilderschatz zum Jahresausklang

Die Meldung, das Staatsarchiv Bremen habe einen selten Bilderschatz übernommen, ist schon drei Jahre alt. Gestern erhielt ich einen Hinweis darauf, dass Richard Nagel in Bremen auch als Fahrradpionier wiederentdeckt werden könne, berichtete buntenundbinnen im Juni („Online bis: 20. Juni 2018„!).

Richard Nagel fand ich nicht im 1897er Jahrbuch der Radfahrer-Vereine (Bremen). Auch gut! Denn sein Nachlass spricht Bände, auch ohne Funktion in einem Radfahrerverein.  🙂

Ob er den 1899er Wegweiser durch Nordwestdeutschland für Radfahrer hatte, kannte oder brauchte?

„Rund um Leipzig“ statt „Zittau–Leipzig“?

 

Die Tour „Rund um Leipzig“ wurde 1904 als Ersatz für die „beliebte Distanzfahrt Zittau-Leipzig“ ausgearbeitet:

Mit grossem Bedauern vernahmen vor einigen Jahren  die sportfreudigen Mitglieder unseres Bundes die Nachricht, dass die beliebte Distanzfahrt Zittau–Leipzig, welche alljährlich der S. R.-B. in seinem Bundesgebiete veranstaltete, auf Grund der von den sächsischen Ministerien erlassenen Verordnungen hinfort nicht mehr abgehalten werden kann.

In jüngster Zeit hat nun der rührige Fahrwart, Herr P. Clauss, eine Tour rund um Leipzig ausgearbeitet, die am 9. Oktober d. J. ausgefahren werden soll …

(Sächsische Rad- und Motorfahrer-Zeitung, XIII. Jahrg. No. 19, S. 303, 10. September 1904)

Bundesdauerfahrt Zittau–Leipzig 1908

Wie nicht anders zu erwarten war, ist die diesjährige alljährlich wiederkehrende Fernfahrt in bester Weise verlaufen,… . Noch niemals seit Bestehen der klassischen Dauerfahrt Zittau–Leipzig hat die Nennungsliste eine so hohe Teilnehmerzahl zu verzeichnen gehabt, wie dieses Jahr; nicht weniger als 66 Bundesmitglieder haben sich einschreiben lassen, von welchen sich 62 am Sonntag früh dem Starter in Zittau stellten. …

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„Rund um die Lausitz“ – 1909+

Wolfgang Schoppe antwortete auf die Frage, wann das SRB-RennenRund um die Lausitz“ ausgetragen wurde:

Das Rennen wurde erstmals am 16. Mai 1909 ausgetragen. Startberechtigt ausnahmslos SRB-Mitglieder, Der LRB war nicht involviert. Sieger Josef Hübner (Dresden).

1910 ausgefallen, 1911 nur für Profis : Sieger Rottnick. 1912 erstmals Profis  für DRB/ ARU-Mitglieder. Sieger Suter/Schweiz (Profi) und Amateure, nur SRB: Sieger A. Hemprich /Dresden.

1913 nur Amateure SRB (Sieger Rosenhahn) und 1914 Profis R. Schenkel/Leipzig und Paul Fischer (Dresden).

1915-19 nicht ausgetragen, dann wieder ab 1920, auch nur SRB (Sieger O. Berger/Leipzig).

In den  Ausschreibungen taucht der LRB überhaupt nicht auf.