Kirchturmmarketing (velo)

Feste kann man feiern, wie sie fallen. Jemand darf sie vorbereiten. Und dann bleibt im Idealfall auch etwas hängen: Besuch, Neugier, Aufmerksamkeit, Kooperationen, Bauten, Commons, öffentliche Güter, gute Erinnerungen, Berichte, Nachahmer, noch mehr Neugier.

Anknüpfend an die Festschriften der Radfahrervereinigungen vor +/- 110 Jahren [1] [2] [3] und anknüpfend an den Wunsch nach attraktivem Kirchturmmarketing Stadt- und Gemeindemarketing:

Zu einem runden Ortsjubiläum, sagen wir zum 950. (nur als zufälliges Beispiel), gehört ein modernes Tourenbuch „Rund um [meine Heimatgemeinde]“ für Radfahrer*innen.

Wer will auch eins? Ich freue mich auf die nächsten neuen Tourenbücher für Radfahrer. Welche Orte feiern demnächst – mit oder ohne?

Rund um Pesterwitz

Pesterwitz (und Löbtau!!) feiert 2018 Jubiläum: 950 Jahre. Ein Tourenbuch „Rund um  Pesterwitz“ für Radfahrer wäre dafür angemessen, denke ich seit gestern (auch, weil ich hier nun wohne).

Mit allem Drum und Dran: gedruckt im klassischen -Format, mit GPS-Tracks, Open Access, mit feinen Höhenprofilen (vgl. Rund um Elbflorenz), Gasthäusern unterwegs und den Imkereien für den nächsten Velohonigkauf.

Erste Tourenvorschläge, – ideen und -ansätze:

  • Pesterwitz–Grumbach–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Dorfhain–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Tharandt–Pesterwitz
  • Pesterwitz–RundUmDenTharandterWald–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Freiberg–Pesterwitz I und II.
  • Pesterwitz–Meissen–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Nossen–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Maxen–Pesterwitz
  • Pesterwitz– … Erzgebirgskamm… –Pesterwitz
  • Pesterwitz–Leipzig–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Pulsnitz–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Chemnitz–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Freital–Wurkwitz–Pesterwitz
  • Pesterwitz– ?…? –Pesterwitz

Schreiben würde ich das Werk gern gemeinsam mit http://handbuch.io/. Veröffentlichen unter einer schönen offenen CC-Lizenz. Wenn wir unterwegs mehr erfahren übers Radfahren vor 100+ Jahren, wäre auch das einen Abschnitt wert. Mitarbeit willkommen!

weitergedacht: Können neue Tourenbücher für Radfahrer „Rund um [Deine Stadt/ Dein Dorf]“ Festjahre und Jubiläen bereichern?

Investmentclub für die Velo- & Honigwirtschaft?

Mikrokredite für Fahrradläden, Imker oder Velohonig können Entwicklung und Lieblingsthemen stützen, war die Idee neulich. Was ist draus geworden?

  • Mit www.kiva.org lassen sich ständig Imker-, Honighändler-, Fahrrad-teile-händler- oder Rikschafahrer*innen finden, die für ihr Geschäft einen Mikrokredit benötigen. Mit 25 $ kann man da leicht helfen. Vergeben wird das Geld dann indirekt im Rahmen größerer Darlehen über dritte Mikrofinanzinstitutionen.
  • Organisationen wie www.oikocredit.de vergeben größere Darlehen gebündelt an Mikrofinanzorganisationen, die mit dem Geld wiederum Mikrokredite vergeben. Eine direkte Auswahl des Geschäftszweiges ist dabei nicht möglich. Feedback per Mail: Man habe schon von Mikrofinanzkunden der Partner gehört, die die Kredite für den Kauf von (Transport-)Fahrrädern genutzt haben.

Die Frage bleibt: Weiterlesen

Visionen für Dresden: Stresemannplatz

Dresden sucht gerade Zukunfts-Visionen. So denn: Placemaking auf dem Dresdner Stresemannplatz.

Ich schlage vor, den Stresemannplatz in Striesen als großen zusammenhängenden Platz so zu gestalten, so dass die beiden benachbarten Teile – Spielplatz und „Park“ – enger zusammenwachsen. Bislang sind sie durch die Straße getrennt. Diese Durchgangsstraße samt Parkplätzen ließe sich wieder in eine Spielfläche oder Spielstraße verwandeln.

Der Stresemannplatz liegt jetzt in einer 30-Zone, die für den Straßenverkehr noch als Umfahrung für den Fetscherplatz dient – im Berufsverkehr täglich mit 30+X km/h. Blöd für alle Schulwege, Schüler und alle anderen, die dort täglich langlaufen und die Straßen kreuzen. Gebremst wird an den Übergängen zu selten. Als eine Art Kreisverkehr – idealerweise wieder mit einem Schülerlotsen – würde die gesamte ‚Ecke‘ wieder weniger gefährlich.

Tatsächlich wurde an der Durchfahrt Stresemannplatz irgendwann in den vergangenen Jahren die Fahrbahn mit einem Symbol für „Mutter mit Kind“ markiert, zumindest GoogleStreetMap zeugt noch davon. Ein Baustein für die Vision Zero Dresden.

Doktorhüte mit Topping in der Wissenschaftskommunikation

Wer reich werden will, wird Modeblogger, sagt der Volksmund. Aber, wer will das schon? Wir sammeln jetzt Doktorhüte mit Topping und mit Geschichte und mit Open Access-Link:

Wir möchten damit erreichen, dass noch mehr Forschungsergebnisse elektronisch mit Open Acccess veröffentlicht werden, damit Wissen einfach geteilt und genutzt werden kann. Und Neugier wecken…

Dabei wären diese Hüte selbst ein kleines Forschungsprojekt wert: Seit wann werden in unseren Breiten Doktorhüte verschenkt (verliehen werden sie ja meist nicht als Teil des offiziellen Promotionsverfahrens, sondern in der „wirklichen Verteidigung“ von der Kollegen danach) mit Topping oder ohne? Ist das wirklich neue Mode oder alter Hut in neuen Schläuchen? Gibt es irgendwo Fotogalerien individueller Doktorhüte – vielleicht sogar als Teil institutioneller Wissenschaftskommunikation? Ich behaupte mal, die Hüte hätten dafür gut Potential über die persönlich-emotionale Bedeutung hinaus, die die BesitzerInnen und schenkenden Kollegen mit ihnen verbinden.

„Mehr Glitzer!!!“ für Open Science-Werkzeuge war kürzlich eine Forderung beim Science 2.0-Barcamp. Mode also. Dann klappts auch mit dem Reichtum.

Wer erwartet Gründerwissen und Technologietransfer in Bibliotheken?

BIS-2014-2-TitelDie Frage Entwickeln Bibliotheken aus ihre Arbeitspraxis heraus Ideen, Methoden und allgemein Kompetenzen, die im weitesten Sinne transferfähig wären – im Extremfall als Geschäftsmodell? führte 2009 zu einer Reihe Ideen, Feedback, weiteren Gesprächen und letztlich auch zu Projekten der SLUB in Dresden.

Nun haben wir (Bemme/ Bonte/ Pankotsch) im neu erschienenen BIS Magazin der sächsischen Bibliotheken einen Blick auf die Beweggründe und Möglichkeiten für Kooperationen der SLUB mit jungen Firmen, Gründerteams und dresden|exists veröffentlicht. Erfolgreich entwickeln und gründen mit Bibliotheken heißt der Artikel.