Skepsis? Potentiale historischer Tourenbücher fürs digitale Regional- und Tourismusmarketing

 

Meine These, Behauptung Vorschlag ist, dass Tourismusregionen zielgerichtet auch die historischen digitalisierten Radfahrerbücher nutzen, um Radfahrer*innen zu locken, Neugier zu wecken und zu unterhalten. Auf Wikisource gibt es inzwischen eine Übersicht der bereits digitalisierten Titel und Regionen. Es gibt noch viele Tourenbücher, die digitalisiert werden könnten. Das alte Radfahrerwissen wird digital so wieder sichtbar, nutzbar und idealerweise Grundlage für neue Anwendungen: Publikationen, Apps, Wikipediaartikel, Story telling lebendig erzählte Geschichten oder neue Traditionen, Reiseziele, Ausfahrten und Radrouten, Feste, Forschungsfragen oder Dreiländereckmetaphern. Die digital vorliegenden können also ab jetzt „breitgetreten werden“. 🙂  Ich bitte um und freue mich auf Hinweise!

Auch die Heimatforschung – heute zuweilen Citizen Science genannt – profitiert von den digitalisierten Quellen. Lokalmedien können Radfahrer- und lokale Wirtschaftsgeschichte im Jubiläumsjahr 2017 neu erzählen: #200JahreFahrrad gab’s überall.

 

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meine Forschungsfragen

  • Wie können wir mit Methoden und Werkzeugen aus der Welt von Citizen Science historisches Radfahrerwissen sichtbar machen, verknüpfen und erforschen?
  • Was bedeutet „openCitizenScience“ und was solls leisten?
  • Welche Potentiale bietet historisches regionales (alte Radfahrerbünde) und lokales Radfahrerwissen (Radfahrervereine) für Heimatforschung, Verkehrspolitik, offene Bildungsmaterialen (OER), Identitätspolitik und die Idee eines „Europas der Regionen“?
  • Wie können wir Radsportvereine – und die jeweiligen Stadtarchive – aktivieren ihre Geschichte zu dokumentieren und sich bzw. ihre Vereinsarchive für ‚Citizen Scientists‘ zu öffnen?
  • Wie können diese Fragen für das Dreiländereck Polen, Tschechien, Deutschland | Schlesien, Böhmen, Sachsen beantwortet werden? Wer sind dort die passenden Kooperationspartner? Welche historischen Quellen sind dort für Open Access-Veröffentlichungen verfügbar?
  • Wie können wir Wikipedia, Wikisource (samt Diskussionsseiten) und ihre Verwandten für diese Art von Projekte – auch grenzüberschreitend – nutzen?
  • Wie entstehen neue Narrative in Radfahrregionen durch historisches regionales Radfahrerwissen? Wie können verkehrpolitische Lobbygruppen (ADFC, etc.) für solche Citizen Science-Projekte begeistert werden?
  • Wer unterstützt Projekte, die diese Fragen+Antworten erforschen, mit finanziellen und anderen Mitteln?
  • Auf welche Weise lassen sich Bibliotheken, Archive und Privatsammler*innen aktivieren, noch mehr historisches Radfahrerwissen mit Open Access zu veröffentlichen?

 

  • Wer hat noch Fragen?

#5217 wird ein gutes Jahr.

  • Zertifikate für 52 Tonnen C02 löschen lassen
  • 52 Bäume pflanzen
  • 52 Bäume fällen
  • 52 Gläser Velohonig
  • 52 Seiten schreiben
  • 52 x für Ökostrom werben
  • 52 Wikipedia-Artikel schreiben und verändern
  • 52 alte Bücher digitalisieren lassen
  • 52 Liegestütze

+

  • 52 Rezepte für Hühnersuppe

#5217 wird ein gutes Jahr.

I wish you a merry ebook.

Noch bis 18. Dezember gelten halbe Preise für die Digitalisierung alter Schinken in einer Reihe (cooler 😉 ) Bibliotheken Europas.

Lieber guter Weihnachtsmann, bitte bring‘ was Feines, zum Beispiel:

Und für Veloimker:

Viele andere Radfahrerbücher warten noch auf Entdeckung und einen professionellen Scan. Die wären zu Weihnachten (auch ohne Rabattaktion) digitalisiert auch schön, Mister Claus.

 

BINDA? Hase & Igel? ein Etherpad fürs Radfahrerwissen

Beim WikiLibrary-Barcamp Bibliotheken im Netz – Digitale Allmende!? entstand gestern in der Session Radfahrerwissen|reloaded. Mit digitalen historischen Tourenbüchern Europa neu entdecken eine neue Ideensammlung.

Kirchturmmarketing (velo)

Feste kann man feiern, wie sie fallen. Jemand darf sie vorbereiten. Und dann bleibt im Idealfall auch etwas hängen: Besuch, Neugier, Aufmerksamkeit, Kooperationen, Bauten, Commons, öffentliche Güter, gute Erinnerungen, Berichte, Nachahmer, noch mehr Neugier.

Anknüpfend an die Festschriften der Radfahrervereinigungen vor +/- 110 Jahren [1] [2] [3] und anknüpfend an den Wunsch nach attraktivem Kirchturmmarketing Stadt- und Gemeindemarketing:

Zu einem runden Ortsjubiläum, sagen wir zum 950. (nur als zufälliges Beispiel), gehört ein modernes Tourenbuch „Rund um [meine Heimatgemeinde]“ für Radfahrer*innen.

Wer will auch eins? Ich freue mich auf die nächsten neuen Tourenbücher für Radfahrer. Welche Orte feiern demnächst – mit oder ohne?

Rund um Pesterwitz

Kirchturmmarketing (velo) II

Pesterwitz (und Löbtau!!) feiert 2018 Jubiläum: 950 Jahre. Ein Tourenbuch „Rund um  Pesterwitz“ für Radfahrer wäre dafür angemessen, denke ich seit gestern (auch, weil ich hier nun wohne).

Mit allem Drum und Dran: gedruckt im klassischen -Format, mit GPS-Tracks, Open Access, mit feinen Höhenprofilen (vgl. Rund um Elbflorenz), Gasthäusern unterwegs und den Imkereien für den nächsten Velohonigkauf.

Erste Tourenvorschläge, -ideen und -ansätze:

  • Pesterwitz–Grumbach–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Dorfhain–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Tharandt–Pesterwitz
  • Pesterwitz–RundUmDenTharandterWald–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Freiberg–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Meissen–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Nossen–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Maxen–Pesterwitz
  • Pesterwitz– … Erzgebirgskamm… –Pesterwitz
  • Pesterwitz–Leipzig–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Pulsnitz–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Chemnitz–Pesterwitz
  • Pesterwitz–Freital–Wurkwitz–Pesterwitz
  • Pesterwitz– ?…? –Pesterwitz
  • Pesterwitz–Brocken–Pesterwitz 🙂

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Investmentclub für die Velo- & Honigwirtschaft?

Mikrokredite für Fahrradläden, Imker oder Velohonig können Entwicklung und Lieblingsthemen stützen, war die Idee neulich. Was ist draus geworden?

  • Mit www.kiva.org lassen sich ständig Imker-, Honighändler-, Fahrrad-teile-händler- oder Rikschafahrer*innen finden, die für ihr Geschäft einen Mikrokredit benötigen. Mit 25 $ kann man da leicht helfen. Vergeben wird das Geld dann indirekt im Rahmen größerer Darlehen über dritte Mikrofinanzinstitutionen.
  • Organisationen wie www.oikocredit.de vergeben größere Darlehen gebündelt an Mikrofinanzorganisationen, die mit dem Geld wiederum Mikrokredite vergeben. Eine direkte Auswahl des Geschäftszweiges ist dabei nicht möglich. Feedback per Mail: Man habe schon von Mikrofinanzkunden der Partner gehört, die die Kredite für den Kauf von (Transport-)Fahrrädern genutzt haben.

Die Frage bleibt: Weiterlesen

Visionen für Dresden: Stresemannplatz

Dresden sucht gerade Zukunfts-Visionen. So denn: Placemaking auf dem Dresdner Stresemannplatz.

Ich schlage vor, den Stresemannplatz in Striesen als großen zusammenhängenden Platz so zu gestalten, so dass die beiden benachbarten Teile – Spielplatz und „Park“ – enger zusammenwachsen. Bislang sind sie durch die Straße getrennt. Diese Durchgangsstraße samt Parkplätzen ließe sich wieder in eine Spielfläche oder Spielstraße verwandeln.

Der Stresemannplatz liegt jetzt in einer 30-Zone, die für den Straßenverkehr noch als Umfahrung für den Fetscherplatz dient – im Berufsverkehr täglich mit 30+X km/h. Blöd für alle Schulwege, Schüler und alle anderen, die dort täglich langlaufen und die Straßen kreuzen. Gebremst wird an den Übergängen zu selten. Als eine Art Kreisverkehr – idealerweise wieder mit einem Schülerlotsen – würde die gesamte ‚Ecke‘ wieder weniger gefährlich.

Tatsächlich wurde an der Durchfahrt Stresemannplatz irgendwann in den vergangenen Jahren die Fahrbahn mit einem Symbol für „Mutter mit Kind“ markiert, zumindest GoogleStreetMap zeugt noch davon. Ein Baustein für die Vision Zero Dresden.