Forschungsfragen: Tourenbücher und Karten für Radfahrer*innen

Anknüpfend an das Hauptsmeinar Tourenfahren an der TU Berlin (und an die Forschungsfragen zu Velohonig) wurde ich heute nach Forschungsfragen an die Tourenbücher und Karten für Radfahrer gefragt. Ja, ein paar habe ich – sicher wird die Liste noch länger:

  • Wer waren die ProtagonistenAutoren, Verleger, Herausgeber – der Tourenbücher?
  • Welche Vertriebsmodelle gab es – Abo, Mitgliedschaft, Beilage in Tageszeitungen,…?
  • Hat der Lausitzer Radfahrer-Bund jemals ein eigenes Tourenbuch publiziert?
  • Welche Schwerpunkte boten die Radfahrer-Zeitschriften („Stahlrad“ (aus Leipzig?) und Deutsche Radler-Post (aus Pulsnitz?) vor einhundert Jahren? Wie finanzierten sie sich?
  • Was waren die Themen dieser Publikationen. Touren, Technik, Verbandsinterna, (Verkehrs)~Politik?
  • In welchen Ländern (Europas u.a.) haben Radfahrerverbände und Verlage Tourenbücher herausgegeben, Unterschiede/ Gemeinsamkeiten?

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Open Access für Radfahrer

Für einen Hobbysammler digitalisierter historischer Radfahrerbücher ist es ein großes Glück, wenn die echte Forschung sein Interesse teilt. In den vergangenen Wochen haben elf Student*innen der TU Berlin in den Quellen gescrollt, um Technikgeschichte darin zu erforschen.

Echte Forschung! Tatsächlich wissen wir noch nicht viel über diese Literaturgattung: Vermutlich gab es zuerst kleine und dann steigende Auflagen gegen Ende des 19. Jahrhunderts und danach. Die mal mehr und mal weniger dicken Anzeigenteile an den Buchenden sind vermutlich ein reicher Fundus für Wirtschaftshistoriker (siehe das Tourenbuch von Estland!). Wer heute Fahrradwerbung retro neu gestalten will, findet reichlich Nährboden: Typo, Gebrauchsgrafik, Werbetexte. Schließlich auch Biografisches, denn die ‚Pioniere der Landstraße‘ waren oft mehrspurig unterwegs: zugleich als Bürgerliche, Sportler, Unternehmer, Verleger und Verbandsfunktionäre in Personalunion (vgl. Gregers Nissen in Hamburg und Theophil Weber in Leipzig). Diese Geschichte wird nach und nach entdeckt. Historische Quellen finden ihren Weg in die digitalen Sammlungen. Vereine wie der www.altonaer-bicycle-club.de fahren wieder Rad und pflegen damit historisches Erbe. In der Freizeit, einerseits. Mit historischem Spürsinn, andererseits. Weiterlesen

KettenBildung: Hochschulperle für Campusspendenaktion

Glückwunsch nach Augsburg für die Hochschulperle des Monats! Im Wintersemester 2012/2013 fand dort während des Semesters eine Campus-Spendenaktion statt. Vor einen Jahr starteten wir mit einem zweitägigen Fundraisingseminar, das ich leiten durfte. Und im Februar fand die feierliche Spendenübergabe mit den Matching-Fund-Gebern der Stadtsparkasse, der Bürgerstiftung Augsburg und dem Studentenwerk statt. Dazwischen wurden Fundraisingmethoden ausprobiert und verworfen, um zu lernen was auf dem Campus funktioniert und was nicht funktioniert. Ein guter Anfang – mit Höhen und Tiefen während des Aktionszeitraums. Mein Fazit: Die Campusspendenaktion und nun die Auszeichnung mit einer Hochschulperle wären ein schöner Grundstein für eine studentische Stiftung in Augsburg. Spannend am Augsburger Ansatz ist, dass eine studentische Spendenaktion Brücken schlägt zwischen Mikrokosmos Uni und Biotop Stadtgesellschaft per Fundraising und öffentlicher Projektwahl. Und die Bürgerstiftung Augsburg mittendrin als (institutionelles) Scharnier für studentisch-bürgerschaftlich-gesellschaftliches Engagement. Ein geradezu idealtypischer Versuchsaufbau. 😉 Bleibt die Frage: Wie geht’s weiter? Bis zur Abstimmung über die Hochschulperle des Jahres 2013 ist ja noch etwas Zeit…

Mehr als Forschung und Lehre! – Tagung in Berlin

StifterverbandWie sich Hochschulen als zivilgesellschaftliche Akteure verhalten, entwickeln und positionieren (können und sollten), das verhandeln die Teilnehmer*innen einer Tagung des Stifterverbands am 25. und 26. April in Berlin.

Als Gastgeber während der Round Table Session am 25.4. plane ich gerade das Thema und die Thesen (m)eines runden Tisches. Stichworte sind: studentisches Fundraising, studentische Projekte, bürgerschaftliches Engagement. Ein Reisebericht wird es dieses Mal nicht. Freue mich über Fragen und Themenwünsche!

 

Campus-Spendenaktion in Augsburg

Zusammen mit der Bürgerstiftung Augsburg startet in diesen Tagen an und mit der Uni Augsburg die Campus-Spendenaktion gemeinsam sind wir viele. Dort heißt es:

Mit dem Geld der Spendenaktion wollen wir drei Projekte unterstützen, die im Raum Augsburg wirken. Die Projekte können von jedem vorgeschlagen und mitbestimmt werden. Dazu wird ein Ideenaufruf gestartet, in dem Projekte mit folgenden Voraussetzungen nominiert werden können: Weiterlesen

Ist das prüfungsrelevant?

Wie lautet die richtige Antwort auf diese wichtige Frage?

[  ] Alles ist prüfungsrelevant. (Auch alles, was nicht im Skript steht.)
[  ] Punktabzug für alle, die diese Frage noch einmal stellen.
[  ] …

Hat schon jemand erforscht, ob Ist das prüfungsrelevant? immer beliebter wird?
Oder war das schon immer so?

Hochschulen in dritter Mission – Gesellschaftliche Verantwortung und Kommunikation

Gestern, heute und morgen tagt in Dresden der Bundesverband Hochschulkommunikation. Ich werde einen Workshop leiten: „Hochschulen in dritter Mission – Gesellschaftliche Verantwortung und Kommunikation“. In der Ankündigung steht:

Mit den Begriffen „Third Mission“, „Civic Engagement“, „Service Learning“, „Higher Education Outreach and Engagement“ und „Campus-Community-Partnerships“ etablieren sich auch im europäischen Hochschulraum Konzepte, mit denen Hochschulen und Universitäten über klassischen Aufgaben hinaus als Institutionen in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Diese Themen werden Hochschulkommunikation und -marketing in Deutschland beeinflussen. Nach der Einführung in das Thema werden grundlegende Begriffe, Beispiele und Indikatoren zum Themenfeld vorgestellt und deren Relevanz diskutiert.

9. Sächsischer Fundraisingtag: Treuhandstiftungen

Am 13. September 2012 findet der 9. Sächsische Fundraisingtag in der HTW Dresden statt. Diesmal werde ich einen Workshop leiten: Wie kleine Treuhandstiftungen erfolgreich gestartet und aktiv betrieben werden.

Die Seminarankündigung im Detail:

Stiften ohne (großes) Geld — kann das funktionieren? Ob für privates Engagement oder für eine gemeinnützige Organisation: Mit Treuhandstiftungen lässt sich mehr erreichen, als die reine Vermögensverwaltung durch Treuhänder. Treuhandstiftungen können mit weniger als 50.000 Euro gegründet werden und bieten Chancen für gemeinnützige Anliegen und Fundraisingziele. Sie eignen sich als Marketing- und Beteiligungsinstrument, für die Co-Finanzierung von Förderprojekten oder als Zwischenschritt zur „richtigen“ selbständigen Stiftung. Im Workshop werden grundlegende Informationen über Treuhandstiftungen vermittelt: rechtliche Aspekte, potenzielle Treuhänder, Gestaltung, Kosten und mögliche Fundraisingstrategien.

Ich bin sehr gespannt auf die Stiftungsideen der Teilnehmer*innen.

Fallstudienseminare: Service Learning und Studierendenstiftungen in Deutschland

Diese beiden Präsentationen entstanden in den beiden Fallstudienseminaren, die ich im Sommersemester 2012 für StudentInnen im Studiengang Public Management an der HWR Berlin leite. Sie erkunden, welche Potentiale für Hochschulen in Methoden des Service Learning und in Studierendenstiftungen und studentischem Fundraising stecken.