Solidarität in Fischbach, frische Milchnachfrage und im Sommer Veloeis aus Weißig

„Viola´s Hofladen“ am Rande von Fischbach bei Arnsdorf in Sachsen ist ein guter Ort, um über Solidarität zu sprechen. Nach etwa drei Jahren, die ich nicht mehr dort war, begrüßte mich Frau Robert mit meinem Namen und verkaufte mir heute zweierlei Speck, Ziegenknacker, Blutwurst, Dinkelmehl aus Göda und ein Eis aus Weißig. Die Milch des Hofes wird dort an der Bautzener Landstraße 273 zu bestem ‚Bauernhof-Eis‘ – auch, um den Milchpreisverfall zu umgehen und die gemolkene Milch nicht verschenken zu müssen. Hier im Bild: Johannisbeer-Joghurteis. Das großartige Honigeis von dort kannte ich schon. Den Großbrand mit Brandstiftung mitten in der Kartoffelernte im vergangenen September hat Familie Robert überstanden – dank großer Hilfe der Familie, der Nachbarschaft und der Kundschaft.

Die frische Milch war heute offenbar schnell alle. Um fünf wird gemolken. Ich fahre da jetzt wieder hin.

 

Wetten das!? … es uns 2017 gelingt, alle alten Radfahrvereine zu sammeln

Niemand kennt alle historischen Radfahrervereine. Wir stecken mitten im Jubiläumsjahr „200 Jahre Fahrrad“ – eine einfache Übersicht wäre längst ein hilfreiches Recherchemittel, für Heimat-, Mobilitäts-, Technikgeschichte- und andere ~forscher*innen.

Ab 1924 vertrat die Vereinigung Deutscher Radsport-Verbände die Interessen lokaler Radfahrerklubs und ihrer Verbünde. Auf der Diskussionsseite des VDRV entsteht nun auch deshalb eine erste Sammlung regionaler Radfahrerbünde und – mglw. in einem nächsten Schritt – eine Liste lokaler Radfahrervereine, die bis 1933 existierten. Ob diese Übersicht als Quellen- und Referenzensammlung dann einen Platz in einer (oder mehrerer) eigenen Wikipediaseite findet, muss sich erst noch zeigen. Mitarbeit ist willkommen.

Das digitale Jahrbuch der Deutschen Radfahrer-Vereine 1897/98 bietet eine gute Grundlage für diese neue Sammlung.

Kirchturmmarketing (velo)

Feste kann man feiern, wie sie fallen. Jemand darf sie vorbereiten. Und dann bleibt im Idealfall auch etwas hängen: Besuch, Neugier, Aufmerksamkeit, Kooperationen, Bauten, Commons, öffentliche Güter, gute Erinnerungen, Berichte, Nachahmer, noch mehr Neugier.

Anknüpfend an die Festschriften der Radfahrervereinigungen vor +/- 110 Jahren [1] [2] [3] und anknüpfend an den Wunsch nach attraktivem Kirchturmmarketing Stadt- und Gemeindemarketing:

Zu einem runden Ortsjubiläum, sagen wir zum 950. (nur als zufälliges Beispiel), gehört ein modernes Tourenbuch „Rund um [meine Heimatgemeinde]“ für Radfahrer*innen.

Wer will auch eins? Ich freue mich auf die nächsten neuen Tourenbücher für Radfahrer. Welche Orte feiern demnächst – mit oder ohne?

Welches Radfahrerwissen kennt ihr noch?

Welche Formen von Radfahrerwissen gibt es eigentlich?

Paul Hildebrand’s allgemeine Bedürfnisse nach Radfahrer-Reisebüchern

Als langjähriger Förderer des Radfahrsportes habe ich mir , … , die Aufgabe gestellt, einem allgemeinen Bedürfnisse nachzukommen …

meinte schon Paul Hildebrand in München. Seine Radfahrer-Reisebücher 1, 8, 22 und 27 sind inzwischen „neu“ erschienen, aus einem allgemeinen Bedürfnis heraus.

Kulinarische Mobilität als Schulfach

Wir brauchen kein neues Schulfach Ernährung. Pädagogische Rezepte, die Mobilität und Genuss im Alltag geschickt verbinden, sind mir lieber.

Im Lehrplan dieses Schulfachs gäbe es dann auch – nur als Beispiel – ein paar Stunden zu Europahonig – mit Fremdsprachen, Politikunterricht samt Geschichte, Kochen, Reiseorganisation, Technikkunde, Verkehrserziehung und was man so gebrauchen kann, nebenan, fürs zivilisierte Überleben – mit Essstäbchen.