Radfahrvereine im Bezirk Dresden um 1900

Aus dem Jahresprogramm für 1911, Bezirk Dresden, Sächsischer Radfahrer-Bund, Seiten 23, 25, 27, 29 und 31 – dazwischen: Anzeigen. (Stadtarchiv Dresden, Y.167)

  • Radfahrer-Verein „Adler“ (1904 gegündet)
  • Radfahrer-Verein „Albatros“ (1. August 1899)
  • Radfahrer-Verein „Alemannia“ (1891) (vgl. Jahrbuch der dt. Radfahrer-Vereine 1897, S. 342)
  • Radfahrer-Verein „Blasewitz“ (31. Mai 1905)
  • Radfahrer-Verein „Frohe Fahrt“ (1. Januar 1900)
  • Radfahrer-Verein „Frohe Radler“
  • Radfahrer-Verein „Habicht“ (1900)
  • Radfahrer-Verein „Panther“ (20. Januar 1905)
  • Radfahrer-Verein „Einigkeit“, Rägnitz u. Umgebung (1910)
  • Radfahrer-Verein „Saxonia“ (14.7.1908)
  • Radfahrer-Verein „Schwalbe“ (1907)
  • Radfahrer-Verein „Sturmvogel“ (1910)
  • Radfahrer-Verein „Touren-Club Dresden“, Dresden-Löbtau (1910)
  • Radfahrer-Verein „Trachau und Umgegend“ (1893) (vgl. Jahrbuch der dt. Radfahrer-Vereine 1897, S. 363)
  • Radfahrer-Verein „Wanderfahrer“ (7. Januar 1895)
  • Radfahrer-Verein „Wettin“ (1909)
  • Radfahrer-Verein „All Heil“, Weißig (1893)
  • Vereinigte Einzelfahrer Dresden (1906)

„Ueber Berg und Thal“ Dresden-Striesen (vgl. Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine, 1897, S. 342)

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Pulsnitz, Radberg, Radebeul und Radibor für Radfahrer

Allgemeine Radfahrer UnionIn Pulsnitz, Radebeul, Radeberg und Radibor – auch bei Dresden gab es 1896 Consule und Vertreter, Unions-Vereine, Gasthöfe und Reparaturwerkstätten der Allgemeinen Radfahrer-Union. Der Lausitzer Radfahrer-Bund gehörte (später? und als Untergliederung?) der Radfahrer-Union und nicht dem Bund Deutscher Radfahrer oder dem Sächsischen Radfahrer-Bund, den es heute noch gibt – vermute ich.

FFF im WWW mit URN – Fernwehforschungsfragen

FFF im WWW: Hinter urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-74666 ist eine Ergänzung zum neuen „Rad KulTour“-Buch des Verlags der Sächsischen Zeitung und des ADFC zu finden – und bald auch weltweit in Bibliothekskatalogen: Fernwehforschung | Vom Tourenbuch zum Spurenbuch für Radfahrer – endlich mit einer Bibliografie aller mir bekannten digitalisierten Tourenbücher für Radfahrer.

Halt, nein! – d.h. seit vorgestern kenne ich wieder eins mehr, das in dem Artikel fehlt: Rad-Rundfahrten in Deutschland, Heft 10 „Rhein – Taunus“, die Reihe wächst. Eine Rezension von „Rad KulTour“ hier in Kürze.

Visionen für Dresden: Stresemannplatz

Dresden sucht gerade Zukunfts-Visionen. So denn: Placemaking auf dem Dresdner Stresemannplatz.

Ich schlage vor, den Stresemannplatz in Striesen als großen zusammenhängenden Platz so zu gestalten, so dass die beiden benachbarten Teile – Spielplatz und „Park“ – enger zusammenwachsen. Bislang sind sie durch die Straße getrennt. Diese Durchgangsstraße samt Parkplätzen ließe sich wieder in eine Spielfläche oder Spielstraße verwandeln.

Der Stresemannplatz liegt jetzt in einer 30-Zone, die für den Straßenverkehr noch als Umfahrung für den Fetscherplatz dient – im Berufsverkehr täglich mit 30+X km/h. Blöd für alle Schulwege, Schüler und alle anderen, die dort täglich langlaufen und die Straßen kreuzen. Gebremst wird an den Übergängen zu selten. Als eine Art Kreisverkehr – idealerweise wieder mit einem Schülerlotsen – würde die gesamte ‚Ecke‘ wieder weniger gefährlich.

Tatsächlich wurde an der Durchfahrt Stresemannplatz irgendwann in den vergangenen Jahren die Fahrbahn mit einem Symbol für „Mutter mit Kind“ markiert, zumindest GoogleStreetMap zeugt noch davon. Ein Baustein für die Vision Zero Dresden.

#Histocamp-Fernbetrachtungen: Trifft Fernweh- Heimatforschung?

Wenn ich die gestrigen Tweets vom #Histocamp rückwärts lese (die Nachrichten in der Timeline, nicht die einzelnen Tweets), dann beginnt das Fernwehkino:

  • Schön, dass Konstantins Kirchenbau-Blog und seine Session so erfolgreich sind.
  • Schade, dass zu wenige #Geschichtsvereine ihre Forschungsergebnisse mit Open Access veröffentlichen. Als Rehapatient hätte ich gern die Texte der  umliegenden Heimatvereine z.B. über den Obstanbau rund um Kreischa und Maxen gern online gelesen – nicht nur deren Titel im Bibliothekskatalog der SLUB.
  • Cool wäre es, demnächst mal in Anlehnung an das heutige #Histocamp in Bonn ein Treffen für die Fernwehforschung für Fans der historischen Tourenbücher für Radfahrer zu veranstalten. Eingeladen wären mindestens die Kollegen vom ABC in Hamburg, die Technikhistoriker*innen aus Berlin und Dresden.
  • … und lokal wäre wohl der Fahrrad-Veteranen-Freunde-Dresden 1990 e.V. (Achtung: ein Geschichtsverein!) auch ein potentieller Partner plus der bundesweite www.historischefahrraeder.de e.V. und dessen Team vom Knochenschüttler.
  • Transdisziplinär, im Sinne alltagsbezogener Forschungsfragen für die Gegenwart, würde solch ein Treffen mit einer Session zum Thema „velo essen und trinken“ aka Velohonig mit Leuten vom ADFC, mit Germanisten und Verlagsmenschen, Tourismusexperten und vielleicht Autoren wie Charlton Reid aus Newcastle.
  • Spannend erscheint mir deshalb gerade das Spannungsfeld zwischen „Heimatforschung & Fernwehforschung“, weil sich – zumindest für mich – darin die Tourenbuchforschung für Radfahrer gut wiederfindet und von diesem vordergründigen Gegensatz mglw. auch das in die Jahre gekommende Konzept „Geschichtsverein“ und die „neumodischen“ Citizen Science-Projekte profitieren könnten.

Wer noch?