Gang durch die radsportliche Litteratur von 1897

Das Neunzehnte Kapitel des Katechismus des Radfahrsportes / von Karl Biesendahl. Leipzig : Weber, 1897 hats in sich: Ein bibliografischer Überblick über deutsche und internationale Literatur für Radsportler; im zwanzigsten Kapitel die Radfahrer-Zeitungen – manches wurde auch schon digitalisiert. Und im 21.: Die wichtigsten Radfahrer-Vereinigungen Europas.

 

SFB 1817 #SonderForschungsBrojekt 200 Jahre Fahrrad

Wetten, dass!? … wir bis Ende 2017 eine Liste aller historischen Radfahrervereine und Radfahrerbünde erstellen. Auf der Diskussionsseite der Vereinigung Deutscher Radsport-Verbände steht schon ein Anfang. Ich stelle mir vor, dass diese wachsende Übersicht samt Referenzen (Literatur, Links, Logos, Adressen, …) in einer Liste (oder mehrerer) in der Wikipedia einen Platz findet. Das wird sich noch zeigen.

meine Forschungsfragen

  • Wie können wir mit Methoden und Werkzeugen aus der Welt von Citizen Science historisches Radfahrerwissen sichtbar machen, verknüpfen und erforschen?
  • Was bedeutet „openCitizenScience“ und was solls leisten?
  • Welche Potentiale bietet historisches regionales (alte Radfahrerbünde) und lokales Radfahrerwissen (Radfahrervereine) für Heimatforschung, Verkehrspolitik, offene Bildungsmaterialen (OER), Identitätspolitik und die Idee eines „Europas der Regionen“?
  • Wie können wir Radsportvereine – und die jeweiligen Stadtarchive – aktivieren ihre Geschichte zu dokumentieren und sich bzw. ihre Vereinsarchive für ‚Citizen Scientists‘ zu öffnen?
  • Wie können diese Fragen für das Dreiländereck Polen, Tschechien, Deutschland | Schlesien, Böhmen, Sachsen beantwortet werden? Wer sind dort die passenden Kooperationspartner? Welche historischen Quellen sind dort für Open Access-Veröffentlichungen verfügbar?
  • Wie können wir Wikipedia, Wikisource (samt Diskussionsseiten) und ihre Verwandten für diese Art von Projekte – auch grenzüberschreitend – nutzen?
  • Wie entstehen neue Narrative in Radfahrregionen durch historisches regionales Radfahrerwissen? Wie können verkehrpolitische Lobbygruppen (ADFC, etc.) für solche Citizen Science-Projekte begeistert werden?
  • Wer unterstützt Projekte, die diese Fragen+Antworten erforschen, mit finanziellen und anderen Mitteln?
  • Auf welche Weise lassen sich Bibliotheken, Archive und Privatsammler*innen aktivieren, noch mehr historisches Radfahrerwissen mit Open Access zu veröffentlichen?

 

  • Wer hat noch Fragen?

mein Europa heute

Die Karte von 1892 vom Gebiet des Deutschen Radfahrer-Bundes mit Gau – Eintheilung wurde nun in Warschau von der Nationalbibliothek Polens digitalisiert.

via Europeana

mehr solche Karten: im SLUBlog

FFF im WWW mit URN – Fernwehforschungsfragen

FFF im WWW: Hinter urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-74666 ist eine Ergänzung zum neuen „Rad KulTour“-Buch des Verlags der Sächsischen Zeitung und des ADFC zu finden – und bald auch weltweit in Bibliothekskatalogen: Fernwehforschung | Vom Tourenbuch zum Spurenbuch für Radfahrer – endlich mit einer Bibliografie aller mir bekannten digitalisierten Tourenbücher für Radfahrer.

Halt, nein! – d.h. seit vorgestern kenne ich wieder eins mehr, das in dem Artikel fehlt: Rad-Rundfahrten in Deutschland, Heft 10 „Rhein – Taunus“, die Reihe wächst. Eine Rezension von „Rad KulTour“ hier in Kürze.

Woher kommen wir, wohin fahren wir und …

… was trinken wir dazu? Darum soll es hier aber heute noch nicht gehen. Met ist nur eine der möglichen Antworten… Die Waldimkerei und Wald-Bienenzucht haben als Zeidlerei in der Siedlungsgeschichte Spuren hinterlassen, die ich hier schnell festhalten will, bevor die neue Velohonigsaison beginnt.

Zu finden sind die Spuren der alten Zeidler gedruckt für den Wald um Nürnberg und Erlangen, für den Zeidelschützen und das Nürnberger Zeidelmännchen (PDF), digitalisiert in Das alte Zeidelwesen in den Nürnbergischen Reichswaldungen von 1870 sowie in Band 33 des Neues lausitzisches Magazins auf Seite 52 ff. Die Geschichte der Waldbienenzucht (1856), bildlich im Wappen von Feucht im Nürnberger Land (und programmatisch in den Vereinen des Ortes: z.B. bei den Imkern, Schützen), für Brtniky am Wolfsberg in Nordböhmen und für den alten Ortsteil Zeidler des heutigen Tharandter Ortsteils Fördergersdorf am Rande des Tharander Waldes. Finden lassen sich außerdem in Bibliotheken Hinweise auf Waldbienenzucht in sorbischen Orts- und Personennamen, für Treblitzsch und Wörlitz – einst Siedlungen altsorbischer Waldbienenzüchter, digitalisiert: aus Klein-Bautzen in der Ober-Lausitz Gottlob Schirachs Wald-Bienenzucht von 1774 sowie das digitalisierte Lehrbuch Das Ganze der Bienenzucht mit dem Ersten Abschnitt Von der Wald-Bienenzucht für den auf Erfahrung gegründete[n] Unterricht für Oekonomen, Cameralisten u. Bienen-Väter, die Bienenzucht auf einen höhern Ertrag als zeither [..] bringen – oder (gedruckt) unter anderen für Lithauen und Nachbargebiete.

Wieviele Orte namens Zeidler (oder ähnlich in anderen Sprachen) gibt es überhaupt? Honig gibt es auch in Polen.