Radfahrervereine der Sorben

Radfahrervereine der Sorbinnen (?) und Sorben bitte in Wikipedia ergänzen.

 

 

 

 

noch ein Sammelgebiet: Bundeseinkehrstellen

Die Bundeseinkehrstellen des LRB eröffnen ein neues Sammel- und Recherchegebiet. Der Deutsche Radfahrerbund hat im Gau 29 laut Thorner Presse vom 20. August 1898 neulich neue Bundeseinkehrstellen „errichtet“ [in Nro. 194 als pdf, Beilage] (rund um den 10. August tagte dort schließlich der Radfahrerbundestag, Nro. 185, pdf), in Hamburg Altona gabs „um 1905“ ein Lokal des Arbeiter-Radfahrerbunds wie auch in Rheinland-Pfalz – und vom Arbeiter-Touring-Bund ATB besitzt das Schweizerische Sozialarchiv in Zürich

Mappe 4: Korrespondenz betreffend Einkehrstellen, 1947–1963. Korrespondenz zwischen Sektionen und Zentralsekretariat, Verträge für Bundeseinkehrstellen, Quittungen, Zusammenstellungen über Jahrbuchinserate [entnommen aus: Ar 51.15.4]

Aus Bredow im Osthavelland stammen folgende Details der Geschichte des Gasthofs GrünefeldRestaurant R. Müller (Quelle, Zitat: „Preise … vermutlich aus der Zeitung ‚Osthavelländisches Kreisblatt'“): Weiterlesen

Angewandte Kretschamforschung

Der Kretscham, entlehnt aus dem (rekonstruierten) altsorbischen Wort *krč’ma „Schenke, Kneipe, Krug“[1] (vgl. sorbisch korčma, polnisch karczma, tschechisch krčma, spät-mittelhochdeutsch kretscheme, Oberlausitzer Mundart Kraatschn), ist ein Dorfgasthaus bzw. eine Schänke, die häufig Sitz des mit der Schankgerechtigkeit bedachten Schultheißen und Gerichtsort des Dorfgerichts (Gerichtskretscham) war. Meist erhielten die Lokatoren dieses Recht.

, steht in der Wikipedia. Im Handbuch 1925 des Lausitzer Radfahrer-Bunds stehen in der Liste der Bundeseinkehrstellen ein Eulkretscham in Euldorf bei Herrnhut, den es offenbar heute noch gibt, mehrere Gerichtskretschamens, den ‚Kretscham drei Linden‘ in Langenöls und der Zipskretscham in Kotitz bei Weißenberg.

Gibt es schon eine Kretscham-Route für Radwanderer in der Oberlausitz? (..  oder Kretschamen-Route oder …?)

Auf den Spuren der regionalen Radfahrerbünde und Tourenbücher für Radfahrer

Erschienen In RadKulTour, Sächsische zeitung: Radfahrerwissen und Fernwehforschung

 

Rund um Bautzen, Görlitz und Zittau wird seit über 120 Jahren Fahrrad gefahren – bis nach Eibau, Löbau und Hoyerswerda, Bischofswerda und Dresden. Im Jahr 1900 erschien im Verlag der Gebrüder Müller in Bautzen das „Spezial-Tourenbuch für Radfahrer und Touristen durch die Sächsische Oberlausitz.“ Darin enthalten sind 34 Touren mit Beschreibungen, Werbung für Gasthäuser, Fahrradfabriken und -händler. Ob das angekündigte Ergänzungsheft mit weiteren Strecken, die die Leser bitte auf den leeren Seiten am Ende notieren sollten, im Frühjahr 1901 wie angekündigt erschien, wissen wir noch nicht. Vielleicht wartet es in einer Bibliothek oder Privatsammlung noch darauf, entdeckt zu werden. Das Spezial-Tourenbuch für die Oberlausitz war nicht das erste Tourenbuch für Radfahrer, möglicherweise aber das erste speziell für die Gegend zwischen Dresden, Preußen, Schlesien und Böhmen.

In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts wurden immer mehr Radwanderführer gedruckt. Geschrieben wurden sie von Radfahrern: Männer, die in Radfahrvereinen dafür sorgten, dass die Mitglieder allein oder bei gemeinschaftlichen Ausfahrten den Weg und zum Ziel fanden. Themen: Technische Ausstattung, Bekleidung, Ernährung, Gesundheit, Wetter, Straßenverhältnisse, Tipps für den Grenzübertritt und die Fahrt ins Nachbarland, Anzeigen von Gasthöfen, Werkstätten, Händler, Fahrrad- und Nähmaschinenfabriken. Weiterlesen

Bundesvereine und Ortsvertreter

Alle Bundesvereine und Ortsvertreter des Lausitzer Radfahrer Bunds von 1925 stehen auf der Diskussionsseite des LRB in der Wikipedia und die von 1913/14 in einem älteren Post bzw. im LRB-Artikel selbst.

… und die Bundeseinkehrstellen des LRB.

meine Forschungsfragen

  • Wie können wir mit Methoden und Werkzeugen aus der Welt von Citizen Science historisches Radfahrerwissen sichtbar machen, verknüpfen und erforschen?
  • Was bedeutet „openCitizenScience“ und was solls leisten?
  • Welche Potentiale bietet historisches regionales (alte Radfahrerbünde) und lokales Radfahrerwissen (Radfahrervereine) für Heimatforschung, Verkehrspolitik, offene Bildungsmaterialen (OER), Identitätspolitik und die Idee eines „Europas der Regionen“?
  • Wie können wir Radsportvereine – und die jeweiligen Stadtarchive – aktivieren ihre Geschichte zu dokumentieren und sich bzw. ihre Vereinsarchive für ‚Citizen Scientists‘ zu öffnen?
  • Wie können diese Fragen für das Dreiländereck Polen, Tschechien, Deutschland | Schlesien, Böhmen, Sachsen beantwortet werden? Wer sind dort die passenden Kooperationspartner? Welche historischen Quellen sind dort für Open Access-Veröffentlichungen verfügbar?
  • Wie können wir Wikipedia, Wikisource (samt Diskussionsseiten) und ihre Verwandten für diese Art von Projekte – auch grenzüberschreitend – nutzen?
  • Wie entstehen neue Narrative in Radfahrregionen durch historisches regionales Radfahrerwissen? Wie können verkehrpolitische Lobbygruppen (ADFC, etc.) für solche Citizen Science-Projekte begeistert werden?
  • Wer unterstützt Projekte, die diese Fragen+Antworten erforschen, mit finanziellen und anderen Mitteln?
  • Auf welche Weise lassen sich Bibliotheken, Archive und Privatsammler*innen aktivieren, noch mehr historisches Radfahrerwissen mit Open Access zu veröffentlichen?

 

  • Wer hat noch Fragen?

Wer kennt wen? Hier: Patenschaften für historische Radfahrerbünde und -vereine

Ob es zuviele kleine regionale Radfahrerbünde gab vor hundert Jahren, darüber stritten die Radfahrer und ihre Verbandsfunktionäre damals jahrzehntelang. Fest steht: Es gab sie und sie prägten in ihren Stammesgebieten Königreichen Regionen auch das gesellschaftliche Leben, z.B. diese fünf:

  • Oberlausitzer Radfahrer-Bund
  • Ergebirgischer Radfahrerbund
  • Lausitzer Radfahrer-Bund
  • Allgäuer Radfahrer-Vereinigung
  • Süddeutsch-Schweizerischer Radfahrer-Verband, …

Darüber hinaus gab es hunderte lokale Radfahrer-Vereine. Manche existieren noch, viele längst nicht mehr. Sie sind in Vergessenheit geraten. In ihnen steckt jede Menge Geschichte: Heimatgeschichte, Mobilitäts- und Sportgeschichte und auch Politik – z.B. die Geschichte der Sozialdemokratie.

Ab 20 Euro kostet eine Stunde Archivrecherche, wenn ein Profi dort nach historischen Quellen sucht. Das heißt, mit einer ersten Spur dürften für unter hundert Euro Rechercheauftrag ein gute Chancen auf zusätzliche Informationen – altes Radfahrerwissen – bestehen: für einen Wikipediaartikel, für eine andere kleine Publikation oder für ein neues Hobby.

Welche Touren-, Hand- und Radwanderbücher wurden von den alten Radfahrerbünden veröffentlicht, welche Traditionen gepflegt? Wohin ging die Reise und was hat das mit uns zu tun?

Sprechen Sie mich auf eine Bundes-Patenschaft an, dann vermittle ich gern. Oder Sie gehen selbst ins Archiv. Dann bitte ich um einen Link zu den Ergebnissen der Spurensuche.