EOD-Favoriten (ebooks-on-demand)

Aus der Drive in-Liste wurden inzwischen einige Titel digitalisiert. Die Sammlung wird größer: hier wie dort.

„Sollen Damen radfahren?“ In: Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897, Seite 42-47

Auf https://search.books2ebooks.eu/MyResearch/MyList/579 gibt es nun die aktuelle Liste direkt bei Ebooks-on-demand. Ich würde mich freuen, wenn Ihr das eine oder andere Buch dort digitalisieren lasst. Los geht es mit 15 Euro für eines der Bändchen aus Paul Hildebrands Radfahrer-Reisebuch-Reihe. Und auch ein paar kleine Blattsammlungen mit Radfahrerwissen sind dabei, die für nur ein paar Euro zu digitalisieren sein müssten.

Mehrhundertseitige historische Radfahrerbücher fehlen nicht, wer dicke Schinken mit Open Access mag. Wofür ist das gut? Dafür z.B.: LRB, VDRV, ADFC, die Mark oder Witwe Bolte. Rückfragen sind willkommen. Ich tausche auch gern gegen ein Glas Velohonig.

Wer Bücher vor der Digitalisierung selbst noch berühren möchte, könnte helfen die Hefte Harz und Weser und Teutoburger Wald antiquarisch zu erwerben und an digitalisierende Bibliotheken zu vermitteln. Diese Reihe ist es wert.

Das gibts auf Nachfrage auch: Radfahrseuche und Automobilen-Unfug, 1902. Weiterlesen

Gab es vor 1900 auch Tourenbücher für’s Wanderrudern?

Wer findet zuerst ein digitalisiertes historisches Ruderwanderfahrten-Tourenbuch oder Wanderruderfahrtenbuch oder Wanderruder-Tourenbuch? Das Buch Zehn Jahre Schülerrudern von 1903 aus Berlin wurde schon in Düsseldorf digitalisiert. Darüberhinaus fehlt mir gerade noch das Vokabelwissen zum Wanderrudern für gezieltere Suchanfragen in den Bibliotheken (vgl. eod EBooksOnDemand).

Meine Thesen: Wenn Ausfahrten sowohl auf Straßen als auch auf Kanälen, Seen und Flüssen erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts modern und für größere Bevölkerungsgruppen relevant und erschwinglich wurden, dann könnten auch für die geeigneten Wassersport- und Rudergegenden, wie z.B. Berlin-Brandenburg oder entlang von Elbe und Rhein … ähnliche Wanderführer geschrieben worden sein wie landauf landab für die Radfahrer nicht nur im deutschsprachigen Raum. Organisierte Rudervereine gab es ebenfalls, wenn auch vermutlich nicht soviele wie für Radfahrer.

Die Quellenlage ist in den Bibliothekskatalogen fürs Wanderrudern auf den ersten Blick jedoch dünner (weniger und jünger). Vielleicht gab es im 19. Jahrhundert viel weniger Ruderer als Radfahrer, sodass größere Wanderbuchauflagen verlegerisch einfach nicht rentabel waren. Auch wird etwaige Literatur für Wasserwanderer schneller und öfter ins Wasser gefallen und dabei nass geworden sein, als jene für Radfahrer. Gebrauchsliteratur, die schneller auch mal entsorgt wurde, als andere Were. Ich behaupte einfach mal: Forschungsbedarf.