Alte Adressen in Büchern mit Radfahrerwissen

Radfahrerwissen steckt in Adressbüchern. Und das Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897 ist „nur“ ein nützlicher Spezialfall für den Einstieg in Recherche historischer Radfahrervereine und -verbände, lerne ich gerade:

Jetzt geht es darum sie Infos bzw. Daten zu verknüpfen und dabei die guten Geschichten zu finden.

Radfahrervereine der Sorben

Radfahrervereine der Sorbinnen (?) und Sorben bitte in Wikipedia ergänzen.

 

 

 

 

noch ein Sammelgebiet: Bundeseinkehrstellen

Die Bundeseinkehrstellen des LRB eröffnen ein neues Sammel- und Recherchegebiet. Der Deutsche Radfahrerbund hat im Gau 29 laut Thorner Presse vom 20. August 1898 neulich neue Bundeseinkehrstellen „errichtet“ [in Nro. 194 als pdf, Beilage] (rund um den 10. August tagte dort schließlich der Radfahrerbundestag, Nro. 185, pdf), in Hamburg Altona gabs „um 1905“ ein Lokal des Arbeiter-Radfahrerbunds wie auch in Rheinland-Pfalz – und vom Arbeiter-Touring-Bund ATB besitzt das Schweizerische Sozialarchiv in Zürich

Mappe 4: Korrespondenz betreffend Einkehrstellen, 1947–1963. Korrespondenz zwischen Sektionen und Zentralsekretariat, Verträge für Bundeseinkehrstellen, Quittungen, Zusammenstellungen über Jahrbuchinserate [entnommen aus: Ar 51.15.4]

Aus Bredow im Osthavelland stammen folgende Details der Geschichte des Gasthofs GrünefeldRestaurant R. Müller (Quelle, Zitat: „Preise … vermutlich aus der Zeitung ‚Osthavelländisches Kreisblatt'“): Weiterlesen

Angewandte Kretschamforschung

Der Kretscham, entlehnt aus dem (rekonstruierten) altsorbischen Wort *krč’ma „Schenke, Kneipe, Krug“[1] (vgl. sorbisch korčma, polnisch karczma, tschechisch krčma, spät-mittelhochdeutsch kretscheme, Oberlausitzer Mundart Kraatschn), ist ein Dorfgasthaus bzw. eine Schänke, die häufig Sitz des mit der Schankgerechtigkeit bedachten Schultheißen und Gerichtsort des Dorfgerichts (Gerichtskretscham) war. Meist erhielten die Lokatoren dieses Recht.

, steht in der Wikipedia. Im Handbuch 1925 des Lausitzer Radfahrer-Bunds stehen in der Liste der Bundeseinkehrstellen ein Eulkretscham in Euldorf bei Herrnhut, den es offenbar heute noch gibt, mehrere Gerichtskretschamens, den ‚Kretscham drei Linden‘ in Langenöls und der Zipskretscham in Kotitz bei Weißenberg.

Gibt es schon eine Kretscham-Route für Radwanderer in der Oberlausitz? (..  oder Kretschamen-Route oder …?)

Bundesvereine und Ortsvertreter

Alle Bundesvereine und Ortsvertreter des Lausitzer Radfahrer Bunds von 1925 stehen auf der Diskussionsseite des LRB in der Wikipedia und die von 1913/14 in einem älteren Post bzw. im LRB-Artikel selbst.

… und die Bundeseinkehrstellen des LRB.

Paulis Handbuch der Radfahrer Sachsens

In den vergangenen Tagen habe ich gelernt: Der Lausitzer Radfahrer-Bund wurde tatsächlich 1906 gegründet. Georg Pauli, der Gründer und langjährige Vorsitzende, druckte den ersten Jahrgang seines „Paulis Handbuch der Radfahrer Sachsens“ schon 1901 – ab der Gründung des LRB dann unter dem Logo des LRB.

Lesetipp: das Spezial-Tourenbuch für Radfahrer u. Touristen durch die Sächsische Oberlausitz von 1900

Nachtrag:

Zurück in die Zukunft mit dem LRB

Im neuen reflektor-magazin.de darf ich über den Lausitzer Radfahrer-Bund sprechen.

Es gibt noch viele und noch bessere Gründe, das Magazin des ADFC Sachsen zu lesen und dort Anzeigen zu schalten sowieso. Nächster Meilenstein: Ein Text über den Oberlausitzer Radfahrer-Bund in Zittau! 😉 Weiterlesen