Die Plastizität des Gehirns

Prolog

Blogpost_s_ mit s.

„Zwei Jahre Heilungsprozess … müssen Sie schon rechnen“, das war in Kreischa, Reha im Frühsommer 2015. „Zwei bis drei Jahre Heilungsprozess, Herr Bemme …“, hieß es drei Monate später in der Tagesklinik für kognitive Neurologie. Die sind längst rum.

Das fehlende _s_ im Tweet gestern Abend war so nicht geplant, wirklich nicht. Aber Buchstaben in Tweets habe ich seit Juli 2015 öfter vergessen.

Ende Mai 2015 bin ich bei einem Fahrradsturz gegen einen Betonpfahl geprallt, so heißt es. Es war ja niemand dabei, bis mich eine ältere Dame fand, so heißt es. Ich erinnere mich noch an die Bratwurst, die ich Minuten zuvor im Garten bei Freunden gegessen habe. Meine Tochter düste da schon durch die Nachbargärten.

Das Schädel-Hirn-Trauma hat mein Leben verändert. MeH ich bin seitdem: ein Mensch mit erworbenem Hirnschaden.

Sie hatten großes Glück.

Hatte ich. Darum geht’s. In Blogposts mit _s_.

SHT? +++ MeH? +++ „auf den Kopf gefallen“

Eine Reihe von Radio- und Fernsehreportagen erzählen von Schädel-Hirn-Traumata und Menschen mit erworbenem Hirnschaden. Die verlinke ich hier mal:

  • auf den Kopp gefallen … genau das ist mir mal passiert, im September 2008. Hat weh getan, mir weniger, aber meiner Familie und meinen KollegInnen. So weh, dass ich irgendwann darüber ein Radio-Feature fürs Notizbuch auf Bayern 2 erstellt habe.“