Titel zu gewinnen

In Bayern werden vier Promotionsstellen für „Strukturwandel in Franken. Akteure, Räume, historische Perspektiven“ am Institut für Fränkische Landesgeschichte, Bamberg/Bayreuth vergeben. Im Sinne von Open Science (und, weil ich die Zugangsbedingungen auf den ersten Blick nicht erfülle) hier ein paar Themen zum Mitforschen:

 

oder 🍞 🥧 🍗 🍎 „Dorf-, Gemeinde-, und Gemeinschaftsbacköfen – Geschichte – Geschichten (Narrative) – Gegenwart und Zukunft alter Institutionen in

Dass soll nicht heißen, die Geschichte der Radfahrerbünde in der Oberlausitz sei vergessen! Die Themen sind sich nah und können sich ergänzen.

Forschungsförderung ist willkommen.

Radfahrerwissen as a service

Radfahrerwissen ist ein Ergebnis von Fernwehforschung. Es entsteht durch Rechercheaufträge, alltägliche Neugier und – auch das ist ein Angebot, wenn Hobbyforscher*innen Wissen offen teilen: in der Wikipedia, in Aufsätzen, Artikeln, …, oder Postern.

Drum mein Angebot: Ich begleite Publikationsideen und -projekte, die Spezialwissen von Fahrrad-Veteranen-FreundenFans historischer Fahrräder und anderer Citizen Scientists öffentlich mit Open Access oder didaktisch aufbereitet zugänglich machen.

Abstract für 26. Verkehrswissenschaftliche Tage 2018

Historisches Radfahrerwissen und Citizen Science
eingereicht am 15. November 2017 –

Historisches Mobilitätswissen ist ein Faktor gesellschaftlicher Narrative, die politische Weichenstellungen in der Verkehrspolitik fundamental beeinflussen. Ein Beispiel: Leben wir im „Autoland Sachsen“ – oder in einem „Fahrradland jetzt“?

Ist das historische Radfahrerwissen digitalisierter Quellen gesellschafts- und verkehrspolitisch überhaupt relevant? Wenn ja: Für wen, in welchem Maß und unter welchen Bedingungen?

Für die Geschichte und Geschichten, die wir uns gegenseitig über Verkehr, Alltagsmobilität, über das Reisen und das Radfahren erzählen, sind gemeinsame Erfahrungen prägend. Mobilitätsgeschichte im Allgemeinen und Fahrradgeschichte im Besonderen existieren nicht einfach. Sie werden immer wieder neu erzählt, geschrieben und diskutiert.

Die Geschichte des Radfahrens geht über die Technikgeschichte des Fahrrades weit hinaus. Weitere Aspekte sind neben dem technischen Fortschritt und geeigneter Infrastruktur z.B. die Preisentwicklung für Fahrräder, die Emanzipation der Frauen auch als Radfahrerinnen, der Zugang von Arbeiterinnen und Arbeitern zu Fahrrädern und resultierend grenzüberschreitende Mobilität in Europa und Übersee.

Der Vortrag zeigt auf, wie die Inhalte historischer Quellen alten Radfahrerwissens im Sinne eines Forschungsansatzes, der Open Science und Citizen Science verknüpft, wieder sichtbar gemacht werden können – auch, um unsere Gegenwart zu gestalten.

Verdeutlicht wird dies anhand einer Sammlung digitaler Tourenbücher für Radfahrer, die zwischen 1890 und 1930 gedruckt wurden. Inzwischen werden sie von Bibliotheken digitalisiert. Zwei weitere Beispiele sind das Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897/98 und die regionalen Radfahrerbünde im deutschsprachigen Raum, die weitgehend in Vergessenheit gerieten.

Wie Werkzeuge kollaborativer Wissensplattformen wie Wikipedia und Wikisource für Forschungsfragen und -projekte der sogenannten Bürgerwissenschaften über historische Forschungsfragen hinaus eingesetzt werden können, wird darauf aufbauend diskutiert. Weiterlesen

Sind Alumni auch als Citizen Scientists brauchbar?

Der Gedanke entstand beim alumniclubs.net-Regionaltreffen an der Uni Leipzig vergangene Woche: Welche Absolventennetzwerke sprechen Alumni der jeweiligen Hochschule an, an Citizen Science-Projekten mitzuwirken: schlicht als relevantes Publikum, insbesondere aber als akademisch gebildete – im Idealfall emotional mit der Hochschule verbundene – Mitforscher, Laien- oder Bürgerforscher*innen?

Während Alumnibetreuung in vielen Hochschulen als normal gelten darf – auch, wenn die Ressourcenausstattung zuweilen unzureichend ist – ist Citizen Science hierzulande noch junges Methoden- und Wirkungsfeld an Universitäten und Hochschulen. Die Third Mission lässt grüßen: [1] [2] [3]. Beide Tätigkeitsgebiete sind auf auf Wohlwollen angewiesen – durch Personalausstattungen, kommunikative Aufmerksamkeit oder methodeische Neugier. Nichtsdestotrotz bieten die Absolventennetzwerke potentiell große Reichweiten sowie motivierte und interessierte Mitglieder – beides gute Treiber für Citizen Science-Initiativen. Beides zu koppeln liegt also nah!

+1 Open Educational Ressources für, von und mit Absolventeninitiativen. 😉

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Citizen Science aus Bernburg und Arbeiter-Radfahrerwissen für Jedermann

Arbeiter-Radfahrerwissen für den Lagerwahlkampf?

Und im Sachsen-Anhalt-Wiki lernten wir heute über Bernburg: 1876 Gründung des Radfahrervereins „Askania“ des zweitältesten Radfahrervereins Deutschlands.

Welche Bedeutung haben Stadt- und Regiowikis für Citizen Science et al.?

Regiowikis werden in der Wikipedia als (Teil-)Ersatz für Ortschroniken, Heimatforschung oder auch Lokalnachrichten beschreiben. Hier ein paar Ideen und Beispiele, auf welche Weise Regio- und Stadtwikis auch der Forschung dienen können: Weiterlesen

Skepsis? Potentiale historischer Tourenbücher fürs digitale Regional- und Tourismusmarketing

 

Meine These, Behauptung Vorschlag ist, dass Tourismusregionen zielgerichtet auch die historischen digitalisierten Radfahrerbücher nutzen, um Radfahrer*innen zu locken, Neugier zu wecken und zu unterhalten. Auf Wikisource gibt es inzwischen eine Übersicht der bereits digitalisierten Titel und Regionen. Es gibt noch viele Tourenbücher, die digitalisiert werden könnten. Das alte Radfahrerwissen wird digital so wieder sichtbar, nutzbar und idealerweise Grundlage für neue Anwendungen: Publikationen, Apps, Wikipediaartikel, Story telling lebendig erzählte Geschichten oder neue Traditionen, Reiseziele, Ausfahrten und Radrouten, Feste, Forschungsfragen oder Dreiländereckmetaphern. Die digital vorliegenden können also ab jetzt „breitgetreten werden“. 🙂  Ich bitte um und freue mich auf Hinweise!

Auch die Heimatforschung – heute zuweilen Citizen Science genannt – profitiert von den digitalisierten Quellen. Lokalmedien können Radfahrer- und lokale Wirtschaftsgeschichte im Jubiläumsjahr 2017 neu erzählen: #200JahreFahrrad gab’s überall.

 

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Make #Radfahrerwissen … again

To innovation scholars, historical scholarship offers an attractive perspective on how to make a transition to a more sustainable future.

Eine sehr lesenswerte Zusammenfassung der internationalen Veloforschung aus Sicht der Technikhistorikerzunft.

meine Forschungsfragen

  • Wie können wir mit Methoden und Werkzeugen aus der Welt von Citizen Science historisches Radfahrerwissen sichtbar machen, verknüpfen und erforschen?
  • Was bedeutet „openCitizenScience“ und was solls leisten?
  • Welche Potentiale bietet historisches regionales (alte Radfahrerbünde) und lokales Radfahrerwissen (Radfahrervereine) für Heimatforschung, Verkehrspolitik, offene Bildungsmaterialen (OER), Identitätspolitik und die Idee eines „Europas der Regionen“?
  • Wie können wir Radsportvereine – und die jeweiligen Stadtarchive – aktivieren ihre Geschichte zu dokumentieren und sich bzw. ihre Vereinsarchive für ‚Citizen Scientists‘ zu öffnen?
  • Wie können diese Fragen für das Dreiländereck Polen, Tschechien, Deutschland | Schlesien, Böhmen, Sachsen beantwortet werden? Wer sind dort die passenden Kooperationspartner? Welche historischen Quellen sind dort für Open Access-Veröffentlichungen verfügbar?
  • Wie können wir Wikipedia, Wikisource (samt Diskussionsseiten) und ihre Verwandten für diese Art von Projekte – auch grenzüberschreitend – nutzen?
  • Wie entstehen neue Narrative in Radfahrregionen durch historisches regionales Radfahrerwissen? Wie können verkehrpolitische Lobbygruppen (ADFC, etc.) für solche Citizen Science-Projekte begeistert werden?
  • Wer unterstützt Projekte, die diese Fragen+Antworten erforschen, mit finanziellen und anderen Mitteln?
  • Auf welche Weise lassen sich Bibliotheken, Archive und Privatsammler*innen aktivieren, noch mehr historisches Radfahrerwissen mit Open Access zu veröffentlichen?

 

  • Wer hat noch Fragen?

Heimatforschung x.0

Next generation sequencing wäre wohl, wortwörtlich verstanden und von Historiker*innen betrieben, der Versuch die Zukunft zu verstehen, während sie mit Bruchstücken der ‚DNA‘ von Gegenwart und Vergangenheit puzzeln.

Geschichte schützt nicht vor Erkenntnis

habe ich beim Honig tauschen von einer Historikerin gelernt und will sie bald noch nach der Quelle dieser Weisheit fragen. In diesem Sinne kurz ein paar Fragen zur DNA der Heimatforschung:

Was steckt in digitalisierten historischen Tourenbüchern für Radfahrer, das uns heute im Verkehr nützen könnte? (Carlton Reids Buch Roads were not build for cars weist gekonnt in diese Richtung.) Wie könnte die Renaissance der Gemeinde- und Dorfbacköfen in den Städten und Gemeinden das Abendbrot verändern? Und was trinken wir dazu?

Gibt es so etwas wie Heimatforschung 2.0 – angelehnt an den hiesigen Forschungsverbund Science 2.0? Vermutlich wäre solch eine Schublade eben nur eine solche und so manch‘ Familienforscher und Archäologen (beispielsweise) arbeiten oder publizieren in ihrer Freizeit längst digital, kollaborativ, irgendwie 2.0. Die Wikipedia weiß:

Die Heimatgeschichte ist die Geschichte des lokalen Erfahrungsbereiches.

Wie funktioniert Heimatforschung heute? Gibt es Forscherinnen und Forscher, die über Heimatforschung forschen? Und: wie lernen neue Generationen Heimatforschung? Von ihren Vorgängern?

Hier in Sachsen gewinnen beim Sächsischen Landespreis für Heimatforschung seit 2008 jährlich Laienwissenschaftler- und Schüler*innen Preise; eine öffentliche, digitale Liste aller bisher eingereichten Themen konnte ich leider noch nicht finden. Das wäre dann schon ein Stück ‚Open Science‘: Ein Begriff, der noch den Vorteil hat, nicht mit Zahlenspielen x.0 Glanz und Relevanz erzeugen zu müssen. Next Generation Sequencing ist nunmal schon vergeben.

Warum blogge ich das? Der Leistungskurs Geschichte hat mich nicht zum Historiker gebracht. Heimatforschung ist bisher auch nicht meine Wiese. Politisches liegt mir näher, dachte ich. Dann fanden mich die Tourenbücher für Radfahrer. Und da jeder ein Künstler ist und Designer, sind auch alle Menschen Forscher. Unsere Themen, Fragen und Antworten machen hier dann wohl den Unterschied.