Berliner Geschichte

Neues von Oskar Kilian (um 1922)

6. All Heil, Kam’raden.

Mel.: Funculi, Funicula.

  1. All Heil, Kam’raden! Lasset laut erklingen :;: den frohen Gesang. :;: Auf’s neu‘ woll’n wir die vollen Becher schwingen :;: mit hellem Klang :;: Da heut‘ auf schlankem Rad aus allen Winden :;: nach langer Zeit, :;: die alten Freunde gern sich wiederfinden :;: in Herzlichkeit! :;: – :;: Freunde! Brüder! Hebt das Glas empor, brausend schall‘ es rings im vollen Chor, für alle Zeit in Freud‘ und Leid gilt uns als Losungswort: „Ob Not und Tod, in Ewigkeit sei Freundschaft unser Hort!“  :;:
  2. Was wir ersehnt in unsern besten Träumen :;: und heiß erstrebt, :;: es schwebt nicht mehr in fernen luft’gen Räumen, :;: es wirkt und lebt! :;: Ein Freundschaftsband ist eisern fest gezimmert, :;: mit Kraft und Mut, :;: das in der gold’nen Zukunft sonnig schimmert :;: als heilig Gut! :;: :;: Freunde! :;: Brüder! Hebt das Glas empor etc. :;:
  3. So reicht zum Schwure hier in trauter Runde :;: die Hände euch! :;: Treu unserm Herrscher, treu dem Freundschaftsbunde :;: und treu dem Reich. :;: Von der Begeist’rung Flammenhauch getragen, :;: und luftdurchglüht! :;: – Laßt jugendfrisch die Herzen höher schlagen :;: beim frohen Lied: :;: :;: Freunde! Brüder! Hebt das Glas empor etc. :;:

Oskar Kilian.

in: Radler-Lust : Liederbuch für Radfahrer, Druck und Verlag: Rauh & Pohle, Leipzig 1922, S. 5-6.

Wer war Max Rockenstein?

Oskar Kilian veröffentlichte im Verlag von Max Rockenstein:

Dort erschienen auch:

Max Rockenstein war ein gebilderter historisch interessierter Berliner (vermutlich) Verleger. Zeit für eine Bibliografie, oder mehr! Weiterlesen

Autler, der

Ich kannte den Begriff Autler bis gestern nicht, den jüngeren Bruder des Radlers. Das Wort Autler wurde vermutlich nur wenige Jahre zwischen 1905 und 1910 benutzt. Dem Duden ist der Autler trotzdem bekannt: „Substantiv, maskulin: veraltet.“

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