Aus Fernwehforschung wurde erst noch Radfahrerwissen.

Bevor heute in der DNB in Leipzig der Artikel für den Süddeutscher Radfahrer-Bund entstand, stellte das Mittagessen mit dem personifizierten Antritt, aka Gerolf Meyer, mein Radfahrerwissen auf die Probe: Wie erkläre ich „Unbeteiligten“ die Faszination, die von  historischen Tourenbüchern, alten Radsportzeitungen und regionalen Radfahrer-Bünden ausgehen kann?

Fazit

Für Autor*innen wie Georg Pauli, Edmund Kammel, Gregers Nissen, Paul Hildebrand, Rupert Martin und Minna Wettstein-Adelt war Radfahrerwissen gleichbedeutend mit .

Radfahrerwissen war noch nicht „schon da“, es entstand erst – aus der Leidenschaft, Fahrrad zu fahren, Gemeinschaften aufzubauen, Wissen zu teilen und – im Fall Wettstein-Adels – Frauenrechte zu erkämpfen.

Was macht das heute mit uns?

Ein Beispiel:

Oder, wie Minna Wettstein-Adelt in einem Vorwort schrieb:

Denn:

„Nur der erringt sich Freiheit wie das Leben, Der täglich sie erobern muss!“

 

WANTED

Für erhellende Hinweise, Informationen, Links, Wikipedia-Artikel und andere Schriften lobe ich zum Dank je ein Glas Velohonig aus.

Weiterlesen

Voigtländischer Radfahrer Bund

—. Voigtländischer RB. adr: Bundesverwaltung der VRB. 1. Vs: C. G. Endler. Kfm., Endestr. 5. 2.: E. H. Winkelmann, Baumstr., Auerbach. 1. Sch: Oscar Voit, Kfm., Rosengasse. 2.: C. Gieselberg, K : G. Ob. Graben. K: G. Beck, Krankenhaus-Inspect., Oelsnitz. 1. F: E. Glitzner, Mechaniker, Auerbach. 2.: Otto Schneider-Werkführer, Netzschkau, Bahnhofstr. M. 300. Cl: monatl. M: 300. G 1895. VO: Radwelt. Juli 1897 Bundestag.

lautet der Eintrag im Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine 1897. Ein Banner des VRB wurde 2007 versteigert. Ob es Publikationen des VRB gab und noch gibt? Und wie weit war der Erzgebirgische Radfahrer Bund „weg“?

und, auf Seite 148:

Voigtländischer Radfahrer-Bund.

Sitz: Plauen, Vgtl. Vs: Gg. Endler, Kfm. Sch: Oscar Voit, Kfm., Rosengasse. F: E. Glitzner, Mechaniker, Auerbach. G: 1895.

Plauener Adressbuch von 1897/98, Seite 22. Stadtarchiv Plauen sowie digital @ SLUB Dresden

Vermutlich 1894 gegründet wird der VRB im Plauener Adressbuch 1905/06 letztmalig erwähnt.

War der Voigtländische Radfahrer-Bund vielleicht der Vorläufer des Erzgebirgischen Radfahrer-Bunds? Das beiden Bünde nacheinander in Auerbach aktiv waren, legt diesse Idee nahe. Möglicherweise sind auch zwei verschiedene Städte namens Auerbachs involviert, im Vogtland und im Erzgebirge.

Wetten das!? … es uns 2017 gelingt, alle alten Radfahrvereine zu sammeln

Niemand kennt alle historischen Radfahrervereine. Wir stecken mitten im Jubiläumsjahr „200 Jahre Fahrrad“ – eine einfache Übersicht wäre längst ein hilfreiches Recherchemittel, für Heimat-, Mobilitäts-, Technikgeschichte- und andere ~forscher*innen.

Ab 1924 vertrat die Vereinigung Deutscher Radsport-Verbände die Interessen lokaler Radfahrerklubs und ihrer Verbünde. Auf der Diskussionsseite des VDRV entsteht nun auch deshalb eine erste Sammlung regionaler Radfahrerbünde und – mglw. in einem nächsten Schritt – eine Liste lokaler Radfahrervereine, die bis 1933 existierten. Ob diese Übersicht als Quellen- und Referenzensammlung dann einen Platz in einer (oder mehrerer) eigenen Wikipediaseite findet, muss sich erst noch zeigen. Mitarbeit ist willkommen.

Das digitale Jahrbuch der Deutschen Radfahrer-Vereine 1897/98 bietet eine gute Grundlage für diese neue Sammlung.

mein Europa heute

Die Karte von 1892 vom Gebiet des Deutschen Radfahrer-Bundes mit Gau – Eintheilung wurde nun in Warschau von der Nationalbibliothek Polens digitalisiert.

via Europeana

mehr solche Karten: im SLUBlog

I wish you a merry ebook.

Noch bis 18. Dezember gelten halbe Preise für die Digitalisierung alter Schinken in einer Reihe (cooler 😉 ) Bibliotheken Europas.

Lieber guter Weihnachtsmann, bitte bring‘ was Feines, zum Beispiel:

Und für Veloimker:

Viele andere Radfahrerbücher warten noch auf Entdeckung und einen professionellen Scan. Die wären zu Weihnachten (auch ohne Rabattaktion) digitalisiert auch schön, Mister Claus.

 

Wegweiser für Radfahrer in Polen

Ob es in der Gegend um Honig – heute Chojnik – in Polen noch Imker*innen gibt, um vor Ort Honig kaufen zu können, ist noch nicht geklärt – und auch die Namensgeschichte des Dorfes ist mir noch nicht bekannt. Darüber hinaus fand ich dieser Tage aber zusätzliche digitalisierte Karten für Radfahrer in Polen: